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Unglück im Glück

Sie haben den Überblick über die Vorgänge im thailändischen Königshaus und in der Löwelstraße verloren? Kein Problem, zumindest bei Zweiterem können wir aushelfen:

Die Geschichte beginnt damit, dass der vormalige König den vormaligen König absetzte, da dieser den vormaligen König abgesetzt hatte. Der vormalige König, also der mittlere, hatte sich nämlich selbst die „Krone“ aufgesetzt, allerdings konnten ihn dann auch die „König, der Kurs stimmt!“-Schilder seiner Getreuen beim Großen Fest des Ersten Mai nicht mehr retten.

Mittlerweile regiert eine Königin, die einen der Getreuen des vormaligen Königs, also des mittleren, zum General machte. Woraufhin sich wiederum der General des nachfolgenden vormaligen Königs in Stellung brachte und gleich das ganze Königreich neu gründen wollte. Bei dem wollte aber wiederum der nunmehrige General nicht tatenlos zusehen.

Angefangen hatte das ganze Unglück im Glück – als der vormalige König, also der Erste in der Reihe, den schwarzen Drachen besiegte. Allerdings ist dann ein türkiser Drache nachgewachsen, der das Land nun fest in seinen Klauen hält. Und sich nun auch noch mit dem kleinen grünen Drachen zusammentun könnte – welcher immerhin kein Feuer speit, wegen der CO2-Emissionen. (oli)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2019)