Schnellauswahl
Europa League

Harte Bodenlandung für den WAC

WAC gegen Başakşehir
WAC gegen BaşakşehirGEPA pictures

Die Wolfsberger unterlagen Istanbul Başakşehir in Unterzahl 0:3. Für den Aufstieg bedarf es nun schon einer Gewaltleistung.

Die Aufstiegsträume des Wolfsberger AC haben einen jähen Rückschlag erlitten. Die Kärntner unterlagen vor ausbaufähiger Kulisse in Graz (5286 Zuschauer) gegen Istanbul Başakşehir 0:3, die Treffer erzielten Edin Višća (73./Elfmeter) und Enzo Crivelli (84., 87.). Da Gladbach im Parallelspiel Roma 2:1 bezwang, rutschte der WAC ans Tabellenende. Um noch das Sechzehntelfinale zu erreichen, müssen nun Siege gegen die Deutschen und zum Abschluss in Italien her.

Mit hoher Intensität wollte die Mannschaft von Gerhard Struber Başakşehir beschäftigen, doch die Gäste setzten die ersten Akzente. Zwei Schüsse des Ex-Salzburgers Gulbrandsen verfehlten das Tor (7., 15.), gegen Özcan musste dann erstmals WAC-Schlussmann Kofler eingreifen (19.). Die Türken standen tief, ließen aber auch ohne Kahveci, den Torschützen im Hinspiel, dann und wann ihre individuelle Klasse aufblitzen. Die Kärntner fanden erst nach gut einer halben Stunde zu ihrem gewohnten Spiel und die erste Topchance vor: Nach Zuspiel von Niangbo jagte Ritzmaier den Ball an die Latte (36.).

Untergang in Unterzahl

Nach Wiederanpfiff enteilte Gulbrandsen im Laufduell Sollbauer, sein schlampiger Lupfer war jedoch keine Prüfung für Kofler (54.). Kurz darauf hatte Liendl die Führung auf dem Fuß, nach schönem Querpass von Schmid traf er völlig frei stehend im Strafraum den Ball aber nicht voll (59.). Die Partie auf mäßigem Niveau lebte vor allem von Kampf und Spannung, wenig überraschend fiel das erste Tor aus einem Standard: Rnic klammerte im Strafraum gegen Skrtel, sah dafür Gelb-Rot, und den fälligen Strafstoß verwandelte Višća souverän (73.).

Die Wolfsberger versuchten auch mit zehn Mann noch zum Ausgleich zu kommen, doch ein Leitgeb-Freistoß ins Außennetz blieb das Höchste der Gefühle (83.). Auf der Gegenseite stellte Crivelli nach zwei Kontern mit einem Doppelschlag (84., 87.) den 3:0-Endstand her. Eine Niederlage, die in dieser Höhe angesichts der beherzten Leistung des WAC bis zum Ausschluss keinesfalls verdient war, aber wohl unter die Kategorie Lehrgeld fällt. Damit bleibt dem WAC nur noch die Hoffnung auf ein kleines Fußballwunder.

Frankfurt spät geschlagen

Eintracht Frankfurt (Martin Hinteregger spielte durch) musste sich Standard Lüttich durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit mit 1:2 geschlagen geben. Die Mannschaft von Adi Hütter ist damit punktegleich mit den Belgiern Tabellendritter und steht damit im Gastspiel bei Tabellenführer Arsenal (1:1 Guimaraes) unter Druck. Oliver Glasners Wolfsburger verspielten gegen Gent eine Führung und verloren 1:3 und die Gruppenführung an die Belgier. (swi)

Mehr erfahren

Piano Position 1