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Linksaußen

Die Doppelspitze Andreas Babler und Birgit Gerstorfer ist nur noch eine Frage der Zeit. Der nächste Wahlsieg auch.

Der Sportklub Rapid Wien hat es vorgemacht: Seit er den obersten Chef ausgetauscht hat, geht es aufwärts – ein 4:0 gleich im ersten Spiel nach dem Chefwechsel auswärts.

Die deutsche SPD hat das dann gleich nachgemacht und wird nun von einem charismatischen Duo angeführt, den Doppelnamen trägt dieses Mal er. Die Doppelspitze der Grünen sieht dagegen richtiggehend altbacken aus. Einem großen Wahlerfolg steht nun eigentlich nichts mehr im Wege.

Und dieser Ruck nach links wird in einigen Tagen in Großbritannien eine eindrucksvolle Bestätigung erfahren: Der nicht minder charismatische Jeremy Corbyn wird einen Erdrutschsieg einfahren. Seine Labour Party liegt jetzt schon in den Umfragen meilenweit vor den konservativen Tories. Deren Spitzenkandidat Boris Johnson hat dasselbe Problem wie hierzulande Sebastian Kurz: Kein Mensch wählt solche Schnösel.
Was das für die SPÖ bedeutet, liegt auf der Hand. Die Doppelspitze Andreas Babler und Birgit Gerstorfer ist nur noch eine Frage der Zeit. Der nächste Wahlsieg auch.

Wie meinte schon Erwin Steinhauer im Stück „Freundschaft“ auf die Frage von Rupert Henning „Was bitte ist denn heute noch Sozialismus?“: „Rapid!“ (oli)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2019)