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Teenager-App TikTok mit Sicherheitslücke

Symbolbild.
Symbolbild.(c) imago images/photothek (Thomas Trutschel/photothek.net,)

Angreifer hätten die Möglichkeit gehabt, Nutzerdaten zu manipulieren. Das Problem wurde behoben.

Wien. Die Firma ByteDance sagt wohl den wenigsten etwas. Ihre Tochter TikTok mitunter schon eher. Die Kurzvideo-App ist heute in über 150 Märkten verfügbar und konnte binnen dreier Jahre eine Milliarde monatlich aktiver Nutzer gewinnen. Und war, wie nun bekannt wurde, mit schweren Sicherheitslücken konfrontiert.

Diese hätte es Angreifern erlaubt, Inhalte auf Benutzerkonten zu manipulieren und persönliche Daten auszulesen. Auch wäre das Hochladen von Videomaterial möglich gewesen. Das gab die IT-Sicherheitsfirma Check Point bekannt. Das Unternehmen informierte TikTok bereits im November über die Schwachstelle, die inzwischen behoben wurde. Angaben des Unternehmens zufolge fand man bis dato keine Hinweise darauf, dass Angreifer sich Zutritt verschafft hätten.

TikTok gilt als eines der am schnellsten wachsenden Start-ups der Welt. Jugendliche laden dort kurze Videos hoch, zuletzt sorgte eine Sequenz für Aufsehen, bei der ein Mädchen die Verfolgung muslimischer Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang anprangerte. Das Video wurde von TikTok vorübergehend entfernt. Knapp eine Stunde später war der Clip wieder online, es habe sich bei der Löschung um einen menschlichen Fehler gehandelt.

Da das Unternehmen seinen Sitz in China hat, werden immer wieder Sicherheitsbedenken geäußert. Ende November soll TikTok den US-Behörden zugesagt haben, die persönlichen Daten amerikanischer Nutzer auch in den USA zu speichern. Schon in der Vergangenheit beschwichtigte man, dass Peking keinen Zugriff auf diese Daten habe. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2020)