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Kolumne

Lieber gleich barrierefrei

Sprechblase Nr. 324. Warum heute sehr vieles „niederschwellig“ ist.

Wie muss ein Angebot heutzutage sein, um das anspruchsvolle Publikum und vor allem die gewünschte Zielgruppe punktgenau zu erreichen? Richtig, das Angebot muss – Achtung, Sprechblase – niederschwellig sein.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Den Anbietenden gibt es das gute Gefühl, in der Vorbereitung alles Erdenkliche getan zu haben, um vermeintlich niemanden auszuschließen. Alle sollen willkommen sein und möglichst wenig Aufwand betreiben müssen, um das Angebot nutzen zu können.
Und die Anbietenden dürfen das Gefühl haben, mit ihrem Angebot zumindest einen Hauch von Exklusivität zu wahren. Denn eine (noch so kleine) kleine Schwelle ist auch beim niederschwelligsten Angebot zu nehmen.

Oder anders gesagt: Offensichtlich wollte man ganz bewusst kein barrierefreies Angebot legen.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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