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"Alle Währungen im Abwärtstrend gegenüber Gold"

(c) AP (Anonymous)
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Erste Bank-Experte Ronald-Peter Stöferle hält den Anstieg des Goldpreises für nachhaltig. Er spricht von einem Bullenmarkt - Goldblase sei keine in Sicht. Bis 2012 könne der Goldpreis auf 2300 US-Dollar steigen.

Die Nachfrage nach Gold seitens der Investoren sei weiterhin im Aufwind, sagt Erste Bank-Goldexperte Ronald-Peter Stöferle. Dass Gold nur als sicherer Hafen in Krisenzeiten gesehen wird, sieht Stöferle zwiespältig. "Der Aspekt, dass Gold eine exzellente Depot-Versicherung mit jahrtausendelanger Geschichte ist, wird oft außer Acht gelassen", so Stöferle. Er betont, dass auch immer mehr Hedge-Fonds ihr Faible für Gold entdecken.

Papiergeld im Abwärtstrend gegenüber Gold

Gold sei ein exzellenter Gradmesser für die Qualität von Papiergeld. Stöferle verweist auf die Nachhaltigkeit des Anstiegs des Goldpreises, der aber bislang nicht wahrgenommen werde. Zugleich schreite der Vertrauensverlust in Papiergeldwährungen voran. Der Erste Bank-Experte spricht daher von einer Remonetarisierung von Gold. Gold habe kein Liquiditätsrisiko und werde rund um die Uhr weltweit akzeptiert und gehandelt. "Praktisch alle Papiergeldwährungen zeigen einen klaren langfristigen Abwärtstrend gegenüber Gold. Wir denken nicht, dass die Probleme vor denen wir stehen, von heute auf morgen gelöst werden können", sagt Stöferle.

Stöferle führt aus, warum er von einem weiter steigenden Goldpreis ausgeht.

  • Edelmetalle seien die einzige Vermögensklasse, die sich sowohl in einem inflationären als auch einem deflationären Umfeld nachhaltig behaupten kann.
  • Ein rascher Ausbau der Produktionskapazitäten ist unwahrscheinlich. Zudem sind die leicht abbaubaren Reserven nahezu erschöpft, sodass immer teurer zu erschließende Vorkommen abgebaut werden müssen.
  • Investitionelle Investoren und Staatsfonds sind bislang unterproportional in Gold investiert - das spreche für eine steigende Nachfrage.
  • Die Kreditkrise sei noch nicht vorbei. Auch würden die US-Makrodaten ein zwiespältiges Bild der US-Wirtschaft zeigen.

2010 noch Goldpreis von 1600 Dollar möglich

2010 habe eine Abkoppelung des Goldpreises vom Dollar stattgefunden, befindet Stöferle. Die aktuelle Entwicklung zeige, dass ein stärkerer Dollar nicht zwangsläufig einen schwächeren Goldpreis nach sich ziehe. Bis 2012 geht er von einem Goldpreis von rund 2300 US-Dollar aus, auf Jahressicht hält er 1600 Dollar je Feinunze für möglich.

Der Erste Bank-Experte spricht von einem Bullenmarkt - Goldblase sei keine in Sicht. Das werde auch durch historische Beispiele untermauert. Wenn man Gold mit der historischen Geldmenge vergleiche, erscheine das aktuelle Preisniveau günstig, meint Stöferle.

 

 

(Red.)