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Ökologie

Auch Schlangen leiden unter Amphibienpilz

(c) imago images / BIA (Gregory Basco)
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Die grassierende Lurchkrankheit rottet nicht nur Amphibien aus – auch bei anderen Tiergruppen kommt es zu einem Rückgang der Artenvielfalt, wie eine Langzeitstudie im panamaischen Regenwald zeigt.

Für befallene Tiere bedeutet es meist ein qualvolles Ende: Ihre dünne, durchlässige Haut verdickt sich, das lebenswichtige Stoffwechselorgan macht dicht, vor allem für Ionen. Der Effekt gleicht einem Nierenversagen, innerhalb weniger Tage sterben die Tiere an Herzstillstand. Schuld ist der aus Asien stammende Chytridpilz, dieser Krankheitserreger ist hochinfektiös, innerhalb der letzten 50 Jahre hat er sich auf der ganzen Erde ausgebreitet und bereits 90 Amphibienarten ausgerottet (Science 363, S. 1459).