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Fußball

Der erste Gradmesser für die Meister-Mission

(c) GEPA pictures/ Mathias Mandl
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Gelingt Lask die Wachablöse in der Bundesliga? Ein Sieg gegen Salzburg – und Schwarz-Weiß führt.

Salzburg. Die Fußball-Bundesliga nimmt heute wieder ihren Spielbetrieb auf. Damit der Auftakt auch gelingt, steht der Kräftevergleich der beiden aktuell besten Klubs des Landes an: Tabellenführer und Serienmeister Salzburg empfängt den Lask (19 Uhr, live, A1TV und Sky). Es ist ein erster Gradmesser, die Linzer liegen nur zwei Punkte zurück. Gelingt ihnen womöglich gar die Wachablöse im Titelkampf?

Im Hinblick darauf ist Salzburg jedenfalls vorgewarnt. „Ich habe den Spielern gesagt, das sei für uns wie ein Champions-League-Spiel“, sagt RB-Trainer Jesse Marsch. Für eine Vorentscheidung ist es ob des Liga-Modus (Meister-Playoff ab 23. Runde/15. März, dazu Punkteteilung) noch zu früh. „Die entscheidende Phase kommt dann“, weiß Lask-Kapitän Gernot Trauner. Nicht nur in der Meisterschaft, auch in der Europa League wartet auf Lask noch eine große Aufgabe. Kommende Woche tritt die Ismaël-Elf in Alkmaar an.

Die Vision des ersten Meistertitels seit 1965 beflügelt Linz. „Es ist noch zu früh, um da etwas auszurufen“, so Trauner. Es aber nicht in Betracht zu ziehen, wäre dumm, für Profisportler eigentlich fatal.

Dass Lask Außenseiter ist, aber Chancen hat, zeigt der Blick auf das 2:2 im vergangenen September. Goiginger und Frieser hatten die Linzer schon mit 2:0 in Führung geschossen, ehe Doppeltorschütze Daka Salzburgs Punkt rettete. „Wir haben von diesem Spiel sehr viel gelernt. Es waren völlig konträre Hälften“, erinnerte sich Marsch. In insgesamt neun Duellen seit dem Lask-Wiederaufstieg 2017 gab es bei vier Remis und vier Niederlagen nur einen Sieg von Schwarz-Weiß. Es gibt aber immer ein zweites Mal . . . (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2020)