Angesichts des Coronavirus will Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober zeigen, dass er Krisenmanagement beherrscht.
Porträt

Rudolf Anschober: Zwischen Krankenkassen und Corona

Sozialminister Rudolf Anschober ist im Moment der auffälligste Grüne in der Regierung – was nicht nur mit der Bühne zu tun hat, die ihm das Coronavirus bietet. Die ÖVP hält den 59-Jährigen für einen Profi. Und für unberechenbar.

Wien. Den ursprünglich geplanten freien Tag pro Woche kann er nicht einhalten. Schon vor dem Näherrücken des Corona- bzw. Covid-19-Virus war Rudolf Anschober einer der am meisten beschäftigen Minister. Statt sich, wie vorgenommen, ausgiebig um das Mega-Thema Pensionsreform zu kümmern, arbeitet er seit Start der Regierung das hereinprasselnde Tagesgeschehen ab: die Minus-Prognose bei der Österreichischen Gesundheitskasse, grausige Kälbertransport-Videos und natürlich immer wieder das Virus und die draus folgenden Treffen und Besprechungen, so wie am Dienstag etwa in Rom.