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Kolumne

Putzen ist gar nicht einfach

Sprechblase Nr. 331. Warum vieles, aber nicht alles „systemisch“ ist.

Geschichten funktionieren nun einmal besser, wenn klingende Worte darin vorkommen. Doch es gilt vorsichtig zu sein: Das Komplizierte klingt manchen zu banal. Also verwenden sie lieber das Wort komplex. Das Komplexe mag ja tatsächlich geheimnisvoller sein. Doch viele der schwer zu begreifenden Dinge sind trotzdem „nur“ kompliziert.

Auch wenn man angesichts des Sprachgebrauchs einen anderen Eindruck bekommen könnte, auch bei systematisch und – Achtung, Sprechblase – systemisch besteht keine Wahlfreiheit. Das eine meint planmäßig, konsequent, einem System folgend. Das andere hat ein ganzes System im Blick und sieht die einzelnen Elemente in Zusammenhang mit dem System.

Wie sieht das in der Praxis aus? Es ist kompliziert genug, ein Büro systematisch zu putzen. Wie sauber wären die Räume wohl, würde man die Sache systemisch angehen?

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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