Die Alpen reichen tief in den Erdboden. Geophysiker haben nun ein exaktes Modell ihrer Struktur erstellt.
Geophysik

600 tiefe Einblicke und ein Aha-Moment

Seismologische Erkundungen des Untergrunds im Alpenraum geben neue Hinweise auf die Prozesse, die das Bergmassiv bis heute bewegen. Österreichische Messstationen erfassten zur Überraschung der Forscher auch Infraschall.

Unbeeindruckt von den Dramen, die sich dieser Tage auf ihrer Oberfläche abspielen, bewegt sich die Erdkruste kontinuierlich. Leidtragende waren etwa erst in den vergangenen Tagen die Bewohner der kroatischen Hauptstadt Zagreb, die inmitten der Corona-Pandemie durch ein schweres Erdbeben erschüttert wurde. Um mehr über die tektonischen Vorgänge in Europa zu erfahren, haben Geophysiker aus 17 Ländern und von 55 Institutionen in den vergangenen drei Jahren 600 seismische Messstationen installiert.