Schnellauswahl
Literatur

Wo Jelinek einst als Teenager fluchte

Von der Musikstudentin zur Autorin: Jelinek als Puppe im Stück „Schatten (Eurydike sagt)“, Akademietheater 2013.
Von der Musikstudentin zur Autorin: Jelinek als Puppe im Stück „Schatten (Eurydike sagt)“, Akademietheater 2013.APA/ROLAND SCHLAGER
  • Drucken
  • Kommentieren

Dort, wo Elfriede Jelinek ihr Orgelstudium beendete, werden jetzt ihre Texte erkundet: Ein außergewöhnlicher Forschungsverbund führt nämlich Kunst und Wissenschaft zusammen.

Eine 13-Jährige namens Elfriede eilt zum Orgelunterricht, sie hat „womöglich noch Geige und Bratsche und eine schwere Notentasche an sich irgendwie angebracht“ und fühlt sich fremd „unter den schicken Mädchen der sechziger Jahre“ . . . So sieht man die spätere Autorin und Literaturnobelpreisträgerin vor sich, liest man den Text, den sie zur Erinnerung an Leopold Marksteiner geschrieben hat. Es ist eine Hommage an ihren einstigen Orgellehrer, in der man auch von einem Messiaen-Vorspiel im Mozartsaal erfährt: „Dass ich beim Abgehen laut ,Scheiße‘ gerufen habe, das sage ich hier nicht, das kann der Leopold selber erzählen, wenn er will.“