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Wo die Bartln den Most holen

Zum achten Mal Meister in Folge - und erstmals ohne Weißbierdusche. Vielleicht sollte Bayern München auf einer Insel kicken - auf die Gefahr hin, dass ihnen Liverpool & Co. den Marsch blasen.

„Zieht den Bayern die Lederhosen aus“: Außerhalb Münchens hallte der Schlachtruf jahrein, jahraus durch die deutschen Stadien, besonders laut oft in Bremen – jüngst aber gar nicht mehr, da die Zuschauer verbannt sind. In der Hansestadt mit den hitzigen Fußball-Gemütern kickten sich die Bayern jetzt geschäftsmäßig zum achten Meistertitel in Serie. Erstmals indessen ohne Routine-Ritual auf dem Rasen, ohne die Weißbierdusche mit herumtollenden Fußballern.

Man hätte die Bayern in der Corona-Pause gleich zum Meister küren und die Saison abkürzen können, wenn es nicht um die Qualifikation für die Champions League und den Abstieg ginge – und um viel Geld. Vielleicht sollte die Liga Bayern München auf eine Insel schicken – am besten auf die britische. Womöglich würden ihnen Jürgen Klopp von Liverpool oder Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola von Manchester City zeigen, wo die englischen Bartln den Most holen. Besser: Wo die Burts den Cider holen. Oder ihnen einen Marsch blasen, den Defiliermarsch – oder doch eher den Grenadiermarsch.

Zum Superhelden brachte es jedenfalls Marcus Rashford, Jungstar von Manchester United, der mit einem Brief Boris Johnson dazu brachte, in den Sommerferien Essen für arme Kids bereitzustellen. Das hätte sich eine Trophäe verdient, wenn nicht den Meistertitel – der ist indes Klopp und dem FC Liverpool sicher.