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Langlebigkeit

So pflegt man Bademode richtig

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Bikinis und Badeanzüge sind starker Belastung ausgesetzt. Worauf man achten muss, damit die Lieblingsbademode besonders lange hält.

Da hat man endlich den perfekten Bikini gefunden, der an den richtigen Stellen unterstützt, nicht ins Fleisch schneidet und auch noch gut aussieht. Und dann ist er nach zwei Sommern ausgebleicht, ausgeleiert und der Stoff fleckig und fusselig.

Damit man mehr von seiner Lieblingsbademode hat und sich nicht in regelmäßigen Abständen dem unbarmherzigen Umkleidekabinenlicht stellen muss, gilt es einiges zu beachten. Denn die richtige Pflege ist essenziell, wenn es um die Langlebigkeit von Bikinis und Co. geht.

1. Das richtige Material wählen

Bademode besteht oft aus einer Mischung aus Nylon und Elasthan. Durch Chemikalien wie Chlor verliert jedoch Elasthan im Laufe der Zeit seine Elastizität. Wer Bademode also besonders oft im Chlorwasser trägt, sollte auf einen möglichst niedrigen Elasthangehalt - ein Richtwert ist weniger als 15 Prozent - achten. Besonders beständig ist im Übrigen auch Polyester.

2. Richtig waschen

Schon vor dem ersten Tragen sollte Bademode gewaschen werden, da sie mit Chemikalien imprägniert ist, um etwa Schimmel zu bekämpfen, aber auch Weichmacher und Fixiermittel der Haut schaden können. Außerdem empfiehlt sich eine Wäsche, um Farbrückstände zu entfernen. Da Elasthan auch bei falscher Pflege schnell ausleiert, sollte man besonders vorsichtig bei der Wäsche sein. Handwäsche mit Feinwaschmittel empfiehlt sich etwa. Am besten die Bademode 20 Minuten in lauwarmem Wasser einlegen und dann unter kaltem Wasser ausspülen.

Bademode kann auch mit der Waschmaschine gewaschen werden, doch dabei sollte man unbedingt einen Schonwaschgang und nicht mehr als 40 Grad wählen. Auf Weichspüler oder Bleichmittel sollte man verzichten. Außerdem ist es ratsam, die Bademode in einem Wäschenetz zu waschen, damit es zu keine Fusselbildung kommt.

3. Trocknen, aber wie?

Vom Wäschetrockner sollte man Abstand nehmen. Die Hitze ist schlecht für die Elastizität, die Bademode würde ihre Form verlieren. Auch kräftiges Auswringen sollte vermieden werden. Lieber in ein Handtuch wickeln und mit ein wenig Druck das Wasser entweichen lassen. Am besten man legt die Bademode auf einem Handtuch oder einem Wäscheständer flach aus, so behalten Bikini und Badeanzug ihre Form. Vor allem wenn die Bademode sehr nass und damit schwer ist, kann sie auf Wäschekluppen aufgehängt zu einer Dehnung des Stoffes führen. Auch in die pralle Sonne sollte man die Bademode nicht legen, das kann der Farbe und dem Gewebe schaden.

4. Während dem Tragen zu beachten

Sonnencreme ist für die Haut zwar ein Muss, der Bademode kann sie aber schaden. Der UVA-Filter kann etwa zu gelben Verfärbungen führen. Besser also, die Creme erst auftragen und einziehen zu lassen, ehe man zur Bademode greift. Beim Nachcremen den Kontakt zu Bikini und Co. vermeiden.

Auf rauen Oberflächen wie Betonplatten oder Felsen, aber auch Korbsessel zu sitzen, kann zur Beschädigung des Materials führen. Lieber auf einem Badetuch Platz nehmen.

5. Nach dem Tragen

Badebekleidung sollte nicht einfach nur getrocknet, sondern zumindest mit kaltem Wasser ausgespült werden. Sonst greifen Chlor und Salz das Material zu stark an. Also am besten nach der Abkühlung im Meer oder Pool noch einmal unter die Dusche steigen.

Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte man nasse Badebekleidung nur kurz transportieren, deshalb nicht in der Badetasche liegen lassen. Außerdem ist es besser, die Bekleidung in ein Handtuch einzuwickeln, anstatt zu einem Plastiksackerl zu greifen.

(chrile)