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Staatskrise

Argentinien ringt um Schuldenerlass

FILE PHOTO: A pedestrian wearing a protective face mask walks past posters on the street that read 'No to the payment of the debt. Break with the IMF', in Buenos Aires
REUTERS
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Das südamerikanische Land steht wieder vor dem Bankrott. Verhandlungen mit den Geldgebern laufen zäh, doch der junge Finanzminister Martín Guzmán schlägt sich virtuos.

Buenos Aires. Seit Jahren ermitteln Demoskopen, dass die Argentinier keine Institution tiefer hassen als den Internationalen Währungsfonds, der dem Land 27 Mal aus der Klemme helfen musste, so oft wie keinem anderen Staat der Welt. Vor allem für die Linken und Linksaußen in der Pampa ist der „fondo monetario“ ein rotes Tuch. Oder besser, war. Denn heute besingen regierungsnahe Medien die innige Freundschaft zwischen Kristalina Georgieva und Argentininiens Finanzminister Martín Guzmán. Mitte der Woche bekam diese Romanze ein neues Kapitel. Auf der G20-Konferenz in Saudi-Arabien sagte die bulgarische IWF-Chefin: „Die Privatgläubiger Argentiniens müssen erkennen, dass jetzt der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist.“