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Von mythologisch bis zum Urban Lifestyle

„Think outside the box“ ist eine dreiteilige Arbeit von Brigitte Kowanz aus dem Jahr 2020 – bestehend aus Neonschrift und Spiegeln (Im Bild: Ausschnitt). Die Galerie Ruzicka zeigt aktuell eine Ausstellung der Biennalekünstlerin und bietet diese Arbeit um 78.000 Euro an.
„Think outside the box“ ist eine dreiteilige Arbeit von Brigitte Kowanz aus dem Jahr 2020 – bestehend aus Neonschrift und Spiegeln (Im Bild: Ausschnitt). Die Galerie Ruzicka zeigt aktuell eine Ausstellung der Biennalekünstlerin und bietet diese Arbeit um 78.000 Euro an.(c) Ulrich Ghezzi
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Die Salzburger Galerien begleiten traditionell die Festspiele mit eigenen Ausstellungen. Preislich ist in jeder Kategorie etwas dabei.

„Light after darkness“ lautet der Titel der diesjährigen Festspielausstellung der Galerie Mario Mauroner in Salzburg, in Coronazeiten ein gut gewähltes Thema. „Post tenebras lux“ – die lateinische Phrase aus der Vulgata wurde im 16. Jahrhundert zum Motto der protestantischen Reformation und ist seither wiederholt Leitthema in der Literatur gewesen – vom Frontispiz der Erstausgabe von Cervantes' „Don Quijote“ bis zu der bis heute brennend aktuellen Geschichte der Unterdrückung der Afro-Amerikaner in den USA von R. C. O. Benjamin.

„Light after darkness“ lautet aber auch die tröstliche Titelzeile eines der bis heute populärsten englischen Gospel Songs, in dem unsere antonymen Lebensbegleiter Hoffnung beschwören. Gedanken und Fragen zur Situation und der Zukunft gehen dieser Tage wohl allen durch den Kopf. Mauroner hat Künstler, die sensible Seismografen der Zeit sind, mit diesen Fragen konfrontiert. Ihre Arbeiten sind nun in der Galerie in der Residenz zu sehen, etwa von Fabrizio Corneli „Cuore 2“, von Barthélémy Toguo „The Giving Person“ oder von Michael Schuster die Spiegelarbeit „Deja Vu“. Rund zwanzig Gehminuten von der Residenz entfernt am Ufer der Salzach befindet sich das Galeriehaus von Mario Mauroner Contemporary Art und der Sculpture Garden, wo sich „Light after darkness“ fortsetzt – etwa mit neuen Mobiles und Skulpturen von Ferro sowie Werken von Paolo Grassino, Jaume Plensa und Fabrizio Plessi. (Bis 29. August)