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Deutschland

Die große Berlin-Verschwörung

Jung und Alt, Rechte und Linke, Frauen und Männer: Der gestrige Protestzug in Berlin – Masken und Abstand verpönt.
Jung und Alt, Rechte und Linke, Frauen und Männer: Der gestrige Protestzug in Berlin – Masken und Abstand verpönt.REUTERS
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Ein bunter Haufen demonstrierte friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung. Dann gab es rechtsextreme Krawalle und mindestens 300 Festnahmen. Ein Lokalaugenschein.

Drei Frauen spazieren entlang der Spree, die sich durch das Berliner Regierungsviertel schlängelt. Sie plaudern und kichern. Ihr Dialekt verrät, dass sie nicht aus der deutschen Hauptstadt sind, sondern aus dem Südwesten der Republik. Sie tragen legere Kleidung und kleine Rucksäcke. Sie sehen aus, wie Tagestouristen eben aussehen. Nur dass sie keine sind. Die drei Frauen sind aus der Pfalz angereist, um gegen die „diktatorischen Coronamaßnahmen“ zu demonstrieren, zum Beispiel gegen den Mundschutz, den sie nur „Maulkorb“ nennen. Eine von ihnen arbeitet im Einzelhandel und musste mit diesem „Maulkorb“ auch bei 34 Grad schuften. Eine Zumutung sei das. „Den größten Vorwurf mache ich den Medien“, sagt eine andere. Denn sie würden eine Pandemie herbeischreiben, die es gar nicht gebe. Ja, die Medien würden „Angstmache“ betreiben.