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Rinderhallen-Shopping

Historische Halle wird Nahversorgungszentrum.

Wien(uw). Was wird aus der Rinderhalle in St. Marx? Die Frage war in den vergangenen Jahren eine Art Running Gag der Stadtplanungspolitik. Die Bandbreite der Pläne reichte dabei vom Museum Moderner Kunst über Filmstudios bis zur Nutzung für die Forschung. Nun steht die Nutzung des aufwendig sanierten Baus fest und angesichts der bisherigen Pläne klingt sie fast pragmatisch.

Die frühere Schlachthofhalle soll künftig als Nahversorgungszentrum für die Forscher, Medienleute und Kreativen in „Neu Marx“ dienen, wie die gleichnamige Standortmarketing-GmbH das St.-Marx-Areal neuerdings nennt. Ab 2012 sollen Geschäfte einziehen, die die Bedürfnisses des Alltags abdecken: ein Lebensmittelgeschäft, eine Bäckerei, eine Putzerei – natürlich auch ein Bankomat. „Es werden kleinteilige Lösungen sein, es kommt sicher kein großer Supermarkt“, sagt der Sprecher der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, Mario Szalet. Allein wegen des Denkmalschutzes. Seinetwegen (sowie aus Brandschutzgründen) sind nur Box-in-Box-Lösungen möglich, d. h., die Shops werden in einzelnen Kuben untergebracht, die Halle selbst bleibt unberührt. Dasselbe gilt auch für die geplanten Eventbereiche – Räume für Seminare oder Feste, die umliegende wie externe Firmen mieten können.

Apropos vermieten: Bis 2012 soll die derzeitige Übergangsstrategie, nämlich die Halle kurzfristig zu vermieten, fortgesetzt werden – „das ist wichtig, um Leute herzubringen“, so Szalet. Im Vorjahr gab es etwa Dinosaurier zu sehen, heuer im Mai feierte hier die Kunstmesse Viennafair ihre Party und im Herbst wird ein Kindertheater einziehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2010)