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Kolumne

Bloß keinen Salto nullo

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Sprechblase Nr. 359. Warum wir ganz gern einen Spagat machen.

Als vor Jahren die Jedermannzehnkämpfe populär wurden – gemeinsam die zehn leichtathletischen Disziplinen trainieren und im Wettkampf erproben – galt vielen der Stabhochsprung als schwierigste Übung. Die Folge waren zahlreiche Salto nullo.

Trotzdem verpasste der Stabhochsprung den Sprung in das Repertoire des Businesssprechs. Zur Sprechblase wurde hingegen der Spagat. Auch er ist keine leichte Übung und verlangt viel Flexibilität, um weit voneinander entfernte Positionen zu erreichen. Lächerlich, dass YouTube-Videos versprechen, man könne ihn in zehn Minuten erlernen.

Vielleicht ist der sportliche Zugang zum Spagat ohnehin ein Missverständnis und mit „Spagat machen“ vielmehr die Herstellung eines Bindfadens gemeint, mit dem man lose Enden verknüpfen kann.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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