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Gedankenlese

Überall Verschwörungen: Die, die wissen, wie die Welt funktioniert

Anhänger von Verschwörungstheorien halten sich für eine ganz besondere Spezies. Forscher erklären ihre Denkweise.

Sie glauben daran, dass die Erde eine Scheibe ist und die Welt von gelbäugigen Eidechsen regiert wird, die in menschliche Hautanzüge geschlüpft sind. Die Mondlandung hat nie stattgefunden, der 11. September war eine Verschwörung der US-Regierung, der Juden oder irgendwelcher anderer dunkler Mächte. Und die Kondensstreifen am Himmel – eh schon wissen. Covid-19 ist entweder eine biologische Waffe oder aber das Virus gibt es gar nicht beziehungsweise es ist völlig ungefährlich und wird vom „tiefen Staat“ benutzt, um die Gesellschaft noch strenger zu kontrollieren.

Verschwörungstheorien erleben gerade eine Hochblüte, obwohl – wie der Tübinger Amerikanist und Experte für Verschwörungstheorien, Professor Michael Butter, nicht müde wird zu betonen – es immer schon solche gegeben hat. In der jetzigen Zeit des Unbehagens, Misstrauens und der Unsicherheit aber werden sie stärker wahrgenommen. Das US-Nachrichtenmagazin „Time“ hat dabei in seiner jüngsten Ausgabe (21. 9.) eine Reihe von miteinander verbundenen Trends ausgemacht, die das konspirative Denken gegenwärtig erblühen lassen: „Schwindendes Vertrauen in die Institutionen; Niedergang des lokalen Nachrichtenwesens; die Welt der sozialen Medien, die die Verbreitung von Gerüchten erleichtern und ihre Bloßstellung erschweren.“