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Den Namen haben sie von der Ernährung der Jungen, aber definiert werden sie durch den partiellen Umbau von Kiefer zu Gehör.
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Wissenschaft

Der Aufstieg der Säuger

Unsere Ahnen haben zwei Mal klein angefangen, erst vor 178 Millionen Jahren, dann wieder nach dem Asteroideneinschlag, der die Saurier auslöschte.

Klein wie Mäuse huschten sie im Dunkel der Nacht durch das Dickicht der Wälder hinter Insekten her, nur dort fanden sie Schutz vor den Herren der Erde, den Dinosauriern, und erst als die weg waren, durch den Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren, konnten sie aufblühen, sich in viele Arten verästeln und groß werden. Das ist das gängige Bild unserer Ahnen, der frühen Säugetiere. Es hält sich, seit William Buckland 1824 vor der Royal Society in London erste riesenhafte Knochen von Sauriern präsentierte und winzige von Säugern aus der gleichen Fundschicht.

Seitdem zogen und ziehen die Giganten nicht nur das Interesse der Forschung auf sich, sondern auch das der Öffentlichkeit, die mit aufgerissenen Augen auf T. rex & Co. starrt und sich für die eigenen Ahnen kaum interessiert. Dabei waren die so zwergenhaft und lichtscheu nicht, zumindest nicht lang, sie experimentierten so früh wie breit mit Körperbau und Lebensformen, darauf deuteten sporadische Funde winziger Bruchstücke. Und dann, 1997, tat sich ein Schatz in Liaoning in China auf, wo komplette Exemplare mit Skeletten, Organen, Haut und Haaren in Vulkanasche begraben wurden, die Datieren erlaubt (Nature 574, S. 468): Die ersten Säuger kamen vor 178 Millionen Jahren, sie waren wirklich klein wie Mäuse, bauten sich aber rasch um: Vor 164 Millionen Jahren stiegen erste in die Lüfte – mit bepelzten Flughäuten wie Flughörnchen –, andere eroberten wie Biber mit Schwimmhäuten das Wasser, wieder andere gruben sich wie Maulwürfe durch die Erde.