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Kommentar

Kontrollsystem von Liga und Klubs greift

Salzburgs Reaktion auf drei positive Coronatests hat Vorbildwirkung.

Drei positive Coronatests sorgen bei Fußballmeister Salzburg für keine Irritation. Sollte man sie an dem Irrsinn, den die Uefa mit der allen Warnsignalen zum Trotz durchgeboxten Champions-League-Qualifikation erzwungen hat, festmachen? Immerhin gab es elf positive Fälle bei Tel Aviv. Nein. Mit dem Finger auf andere zu zeigen, mutet immer bloß billig an. Zudem, Salzburg spielte freiwillig. Der Liga, des Geschäfts wegen.

Diese Sichtweise ist sinnvoller, es gibt Möglichkeiten und Orte ja sonder Zahl, an denen man sich anstecken kann: Weil oft – alle zwei, drei Tage – getestet wird (in diesem Fall: Freitag) und Ergebnisse tunlichst schnell vorliegen, wurde größeres Unheil vermieden. Es ist ein Indiz, dass das von Liga und Klubs aufgezogene Sicherheitskonzept greift.

Es hat freilich Nachspiele. Salzburg stellte keine Spieler mehr ab für zwölf Nationalteams. Das Trio ist, symptomlos, in Quarantäne. Die Auswahl, die am Sonntag Hartberg unbeeindruckt mit 7:1 vom Platz fegte, ist in „Team-Quarantäne“. Spieler und Betreuer bewegen sich nur zwischen Wohnung, Trainings- und Spielort.

Das Coronavirus plagt den Sport, nur hat er im Gegensatz zu anderen darauf mit System richtig reagiert. Und Maßnahmen ergriffen, die von allen Beteiligten, die schließlich als Vorbilder gelten, eingehalten werden. Weil weiterhin zu viel auf dem Spiel steht. Das ist der einzige zulässige Fingerzeig.

markku.datler@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2020)