Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl
ÖFB-Cup

Achtelfinal-Schlager zwischen Salzburg und Rapid

Rapid gegen Wr. Neustadt
Rapid gegen Wr. NeustadtGEPA pictures
  • Drucken

Der Titelverteidiger hatte wie Rapid und Lask den Aufstieg souverän geschafft, aber dennoch Luft nach oben offenbart.

Die Auslosung des Achtelfinales im österreichischen Cup hat am Sonntag die Schlager-Paarung Red Bull Salzburg gegen Rapid gebracht. Die beiden Teams trafen bereits in den vergangenen beiden Pokal-Saisonen aufeinander, wobei Salzburg 2019/20 in der zweiten Runde und 2018/19 im Endspiel die Oberhand behielt.

Der LASK empfängt den Wiener Stadtligisten Elektra, die Austria bekommt es im eigenen Stadion mit Hartberg zu tun, Sturm tritt in Graz gegen Wacker Innsbruck an.

Analysebedarf trotz Siegen

Bei Titelverteidiger Salzburg verfinsterte sich die Miene von Trainer Jesse Marsch beim 3:0 in St. Pölten in der ersten Hälfte mehrmals. Drei Tage vor dem Champions-League-Duell mit Lok Moskau vermisste der Amerikaner mitunter die richtige Konzentration. Am Ende konnte Marsch aber ebenso positiv bilanzieren wie seine Kollegen beim LASK und Rapid.

Siegten die Linzer gegen Wörgl mit 3:0, besiegten die Hütteldorfer beim 5:1 in Wiener Neustadt ebenfalls einen Regionalligisten. Am Donnerstagabend werden die Rollen in der Europa League vertauscht sein. Rapid ist daheim gegen Arsenal ebenso Außenseiter wie die Linzer, die beim Gastspiel bei Tottenham auf ein anderes großes Kaliber aus der englischen Premier League treffen.

Redebedarf bei Salzburg

Albert Vallci wirkte in St. Pölten nicht wie ein strahlender Sieger. "Wir sind weiter, das war das Ziel. Natürlich gibt es Sachen, die wir noch bereden müssen", sagte Salzburgs Torschütze nach dem Erfolg beim Bundesliga-Rivalen. Dieser bereitete dem Favoriten bis zur Pause (0:1) und auch kurz danach mehr Probleme, als dem lieb war. Durch individuelle Patzer in der Defensivabteilung lud Salzburg die Niederösterreicher das eine oder andere Mal gefährlich bis vor den eigenen Strafraum ein.

Vallci, der bei seinem Tor von einem Patzer von SKN-Keeper Armin Gremsl profitierte, bezeichnete die Vorstellung in der ersten Spielhälfte als "naiv". Marsch sah sein Team "zu locker" agieren. Die Ansprache in der Pause dürfte gefruchtet haben. Nach Seitenwechsel zeigte Salzburg gegen nach hohem Laufpensum von Minute zu Minute nachlassende St. Pöltner die gewünschte Dominanz. Patson Daka blieb zwar in mehreren Chancen ein Treffer verwehrt, die Null bei den Gegentoren freute wiederum Verteidiger Andre Ramalho. "Wir haben zuletzt immer Tore bekommen, das Zu-Null-Spielen war vor dem Moskau-Spiel extrem wichtig", sagte der Torschütze zum Endstand.

Dass es zum Aufwärmen vor dem Mittwoch-Duell mit Lok gegen einen unangenehmen Kontrahenten ging, kam den Salzburgern im Nachhinein gar nicht ungelegen. "Nach der Länderspielpause war es wichtig, dass Gegenwehr da war", meinte Marsch. Einen Vergleich zu Russlands Vizemeister zog er freilich nicht. Die Partien seien "völlig anders", hielt Marsch fest.

Neue Kräfte im Mittelpunkt

Der LASK hatte beim 3:0-Heimsieg gegen Wörgl zunächst leichtes Spiel. Dass der Tiroler Regionalligist bis ins Finish - die Tore Nummer zwei und drei der Linzer fielen erst in der Nachspielzeit - hoffen durfte, lag an einer passiver werdenden Linzer Elf. "Man muss Wörgl ein Lob aussprechen, die haben ihre Aufgaben sehr gut erledigt. Trotzdem ist klar, dass wir jetzt vor allem die zweite Halbzeit analysieren und uns ansehen müssen, was wir noch besser machen können", betonte Johannes Eggestein. Die Leihgabe von Werder Bremen traf gleich im ersten Pflichtspiel für den LASK. Als Assistgeber durfte sich Thomas Goiginger bei seinem Comeback freuen.

Noch besser als für Eggestein verlief das Debüt von Marcel Ritzmaier im Dress von Rapid. Nach nicht einmal zwei gemeinsamen Trainingswochen wirkte der 27-jährige Mittelfeldspieler keineswegs als Fremdkörper und krönte eine starke Vorstellung mit einem sehenswerten Doppelpack. Zuerst stellte er unter Beweis, dass Rapid mit ihm nun einen extrem gefährlichen Freistoßschützen in den Reihen hat, dann versenkte er einen weiteren Schuss nach schöner Aktion aus dem Spiel heraus ebenfalls im Kreuzeck.

Dietmar Kühbauer konnte abgesehen vom zwischenzeitlichen 1:1 und einer Unachtsamkeit beim Stand von 3:1, die beinahe zum Anschlusstreffer geführt hätte, positiv bilanzieren. Den Schwung von drei Pflichtspielsiegen in Folge gilt es nun in das Duell mit den "Gunners" mitzunehmen. Personell wird sich bei den Hütteldorfern nicht allzu viel ändern, hatte der Burgenländer doch größtenteils seine beste Formation aufgeboten. Prominentester Abwesender war Top-Torschütze Taxiarchis Fountas, der erst verspätet am Freitag vom griechischen Nationalteam nach Wien zurückgekehrt war. Yusuf Demir fehlte krankheitsbedingt.

(APA)