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Biologie

Säugetiere: Soziales Verhalten schon vor 75 Millionen Jahren

Starke Schultern: Filikomys primaevus, oben als Skelett, unten in einer Zeichnung.
Starke Schultern: Filikomys primaevus, oben als Skelett, unten in einer Zeichnung.Misako Ouchida
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Just in der Zeit des Social Distancing beschreiben US-Zoologen ein kleines, mausähnliches Säugetier, das offenbar schon in der Ära der Dinosaurier in Gruppen lebte.

Über gut 200 Millionen Jahre waren unsere Säugetier-Ahnen klein und unscheinbar, niedergehalten von den Dinosauriern. Erst nach deren Aussterben – vor ca. 66 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinsturz – konnten sie sich in alle Lebensräume verbreiten und die Vielfalt entwickeln, die Zoobesucher bewundern.

Was verbindet sie, abgesehen davon, dass sie meist haarig sind und ihre Kinder lebend gebären und dann stillen? Sie sind auffällig sozial – vor allem im Vergleich zu den Reptilien, also auch den Sauriern –, sie leben oft in Gruppen. Das brachte ihnen „Vorteile für den Schutz vor Räubern, für das Erwerben von Ressourcen und für die Wärmeregulierung“, schreiben Forscher um Luke Weaver (University of Washington, Seattle) in „Nature Ecology & Evolution" (2. 11.). Wärmeregulierung deshalb, weil sie sich zusammenkuscheln.