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Christlich und kreuz-Fidesz!

Da sage noch einer, die Magyaren seien, seit sie von Orbán Viktor regiert werden, ein Land der Störenfriede, der Blockierer und Spaßverderber.

Gut, das sind sie vielleicht auch manchmal in der EU, in der Nato und in der OSZE. Aber gerade Politiker der Regierungspartei Fidesz zeigen der Welt immer wieder, wie man es so richtig krachen lässt.

Etwa der frühere Fidesz-Bürgermeister von Györ, Borkai Zsolt,der es sich mit Schnaps, Champagner und Prostituierten auf einer Luxusjacht in der Adria gut gehen ließ. Oder zuletzt gerade der Fidesz-Europaparlamentarier Szájer Jószef, der vor einem Polizeieinsatz gegen eine Corona-Party in einem Brüsseler Homosexuellenklub übers Dach fliehen wollte, blöderweise aber mit Ecstasypillen erwischt wurde.

Ja, hatte schon der Orbán-Freund Stumpf István einmal deprimiert geseufzt, manche Parteifreunde hätten „keine Werte und kein Maß mehr“. Den Premier selbst wird er dabei nicht gemeint haben, der im vergangenen Sommer seinen Landsleuten wegen des Coronavirus einen Urlaub am Plattensee nahegelegt hatte, sich selbst aber im schönen Kroatien erholte. Aber was soll's, Politiker sind auch nur Menschen. Und für die Orbán-Partie – pardon: -Partei gilt: Wir sind christlich und kreuz-Fidesz!


[QZOZH]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2020)