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Reportage

Das Erfolgsgeheimnis der israelischen Impfweltmeister

Bis zum Wochenende waren in Israel bereits 20 Prozent der Bevölkerung geimpft. Die Digitalisierung des Gesundheitssystems macht sich bezahlt. Israelis buchen ihren Impftermin telefonisch oder online und empfangen Erinnerungs-SMS. Man kann sich sogar im Vorbeifahren immunisieren lassen.

Im Schritttempo fährt ein silberfarbener Jeep auf das weiße Pavillon-Zelt zu, das den Eingang zum Covid-19-Impfzentrum vor dem Fußballstadion in der israelischen Küstenstadt Haifa markiert. Die Fahrerin, dunkelhaarig mit Sonnenbrille, bremst ab. „Zelt vier!“, ruft ein Ordner ihr zu. Die Frau lässt ihren Jeep zum Zelt rollen, bremst, fährt das Fenster herunter und krempelt den Ärmel ihrer Bluse hoch. Ein Sanitäter beugt sich zu ihr und setzt die Spritze an. Kurz darauf setzt sich der Jeep erneut in Bewegung. Innerhalb von Minuten hat die Fahrerin ihre erste Impfung gegen das Virus erhalten, das seit einem Jahr die Welt in Atem hält.

Die Drive-Through-Impfstation in Haifa, betrieben von der Krankenkasse Maccabi und laut deren Angaben die einzige weltweit, zählt zu den spektakuläreren Elementen der israelischen Impfkampagne, deren Geschwindigkeit und Effizienz global für Aufsehen sorgt: Fast 20 Prozent der Bevölkerung, 1,8 Millionen Menschen, hatten bis zum Wochenende ihre erste Dosis des Pfizer-Impfstoffes erhalten, von dem zwei Dosen nötig sind. Kein anderes Land der Welt hat einen vergleichbaren Teil seiner Bevölkerung impfen lassen. In Österreich sind es bisher kümmerliche 0,2 Prozent.

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