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Deutschland: Nestlé bietet Halal-Nahrungsmittel an

HALAL
(c) AP (Andy Wong)
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Der Lebensmittelriese Nestlé macht weltweit vier Milliarden oder fünf Prozent seines Umsatzes mit Halal-Produkten für Muslime. In Deutschland wird an einem einheitlichen Standard für Halal-Lebensmittel gearbeitet.

Der Lebensmittelriese Nestlé bietet seit kurzem in Deutschland Lebensmittel an, die nach islamischen Regeln produziert werden. "Halal" (Türkisch: "helal") bedeutet "geeignet", als "haram" werden Produkte bezeichnet, die Muslime nicht essen dürfen. So sind zum Beispiel Alkohol und Schweinefleisch für Muslime streng verboten.

Nestle machte 2009 weltweit fünf Prozent seines Umsatzes mit Halal-Produkten, das waren 4,1 Millionen Euro. Das bekannteste Halal-Produkt sind Haribo-Gummibärchen, die in der Türkei hergestellt werden.

Einheitliche Halal-Kennzeichung

Bei einer Konferenz am Rande der internationalen Fleischmesse in Düsseldorf diskutieren währenddessen etwa dreißig europäische Zertifizierer mit Lebensmittelproduzenten und Islamgelehrten über einen Standard für Produkte, die als halal in den Handel kommen.

Dabei soll auch erreicht werden, die Kennzeichnung für Halal-Produkte zu vereinheitlichen. Alleine in Deutschland gibt es derzeit zehn verschiedene Zertifikate.

Das deutsch-türkische Lebensmittelforums DTFOOD rechnet für Deutschland mit vier bis fünf Milliarden Euro Marktvolumen für Halal, berichtet die "Welt". In Frankreich und England boomen Halal-Produkte bereits.

(Red.)