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Italienische Region Piemont setzt AstraZeneca-Impfungen aus

Nurse prepares to administer the AstraZeneca/Oxford vaccine against the COVID-19 at the Eka Kotebe General Hospital in Addis Ababa
(c) REUTERS (TIKSA NEGERI)
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Impfungen mit der Charge ABV5811 des Astrazeneca-Vakzins wurden fürs Erste gestoppt. Das irische Impfkomitee empfahl die Aussetzung.

Die norditalienische Region Piemont hat Impfungen mit der Charge ABV5811 des Astrazeneca-Vakzins fürs Erste gestoppt. Auslöser ist der Tod eines Lehrers in der piemontesischen Stadt Biella nach der Impfung am Samstag. Die Aussetzung sei eine Vorsichtsmaßnahme, teilte die Regionalregierung am Sonntag mit. Nun werde geprüft, ob der Tod etwas mit der Impfung zu tun habe.

Am Freitag hatte die Arzneimittelbehörde Aifa die Verabreichung einer Charge von Astrazeneca gestoppt, nachdem zwei Soldaten und ein Polizist auf Sizilien gestorben war. Ermittelt wird um weitere drei Todesfälle, darunter um den Tod eine stellvertretenden Schulleiters in Bologna.

Irland dürfte vorerst auf Impfungen mit Vakzin verzichten

Irland wird auf die Verimpfung des Coronavirus-Vakzins des schwedisch-britischen Parmakonzerns wohl vorerst verzichten. Dies habe das nationale beratende Infektionskomitee empfohlen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, bis man neue Informationen von der norwegischen Arzneimittelbehörde erhalten habe. Im Laufe des Tages wolle sich das Komitee nochmals treffen.

Norwegen wie auch Dänemark hatten am Donnerstag nach Berichten über Komplikationen durch Blutgerinnsel nach der Impfung einen Impfstopp für das Vakzin von Astrazeneca verhängt, in Norwegen sind bei drei jungen Menschen Blutgerinnsel beziehungsweise Hirnblutungen aufgetreten, nachdem sie mit dem Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca geimpft worden sind. Wie die norwegische Gesundheitsbehörde Folkehelseinstitutt am Samstag mitteilte, arbeiten alle drei im Gesundheitswesen. Es werde nun untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Blutgerinnsel gibt.

"Sehr selten, aber sehr ernst"

"So etwas ist sehr selten, aber sehr ernst", sagte Steinar Madsen von der Arzneimittelbehörde dem Norwegischen Rundfunk NRK. Außerdem seien mehrere Fälle gemeldet worden, in denen junge Geimpfte Hautblutungen oder blaue Flecken bekommen hätten, sagte Sigurd Hortemo vom Folkehelseinstitutt. Das könne ein Hinweis auf eine niedrige Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten) sein, was wiederum innere Blutungen auslösen könne.

Personen unter 50 Jahren, die in den letzten zwei Wochen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff geimpft wurden, sind nun aufgefordert, genau auf Nebenwirkungen zu achten und bei Blutungen oder blauen Flecken zum Arzt zu gehen.

In Norwegen wurden bisher 121.820 Dosen des britisch-schwedischen Impfstoffs gegen das Coronavirus verabreicht. Am Donnerstag stoppte die Gesundheitsbehörde die Vergabe des Astrazeneca-Impfstoffes, nachdem in Dänemark ein Mensch kurz nach der Impfung an einem Blutgerinnsel gestorben war. Die Dänen haben bisher aber keinen eindeutigen Zusammenhang feststellen können.

In Österreich war eine 49-jährige Krankenschwester desLandesklinikums Zwettl in Folge schwerer Gerinnungsstörungengestorben, eine 35-jährige Kollegin entwickelte eine Lungenembolie, befand sich zuletzt jedoch auf dem Weg der Besserung. Bei diesen beiden Fällen in Niederösterreich hatten die betroffenen Frauen zuvor Impfungen aus derselben Charge des Astrazeneca-Impfstoffes erhalten.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte erklärt, dass es keine auffällige Häufung von Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe.

(APA)