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Leitartikel

Hilfe, Markt über Bord! Ein Plädoyer für den Basar

++ THEMENBILD ++ CORONA: GASTRONOMIE / GASTRO / RESTAURANT / CAFE / LOCKDOWN
Lokale sind seit Monaten geschlossen. Anstatt Gastronomen aufzufordern, Online-Tools und Hauszustellung zu nutzen, und dies auch zu unterstützen, heißt es seitens der Politik und Wirtschaftskammer: Wirte dürfen Hauszustellungen machen. Fast ist man versucht, in Klammer „gnädigerweise“ hinzuzufügen.APA/HELMUT FOHRINGER
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Eigentlich müsste in der Krise jedem klar geworden sein, dass Wohlstand nur mit Wirtschaftswachstum nachhaltig gesichert wird. Das Gegenteil ist der Fall.

Seit Anfang der Woche dürfen also Gastronomen in Vorarlberg wieder aufsperren. Viele Menschen haben sich nach einem Mittagessen im Gasthaus oder einem Kaffeehaustratsch gesehnt. Manche standen aber trotzdem vor verschlossener Tür. 60 Prozent der Gastronomiebetriebe haben nämlich nicht aufgesperrt. Das sorgt übrigens für hitzige Diskussionen. Die einen sagen, die Unternehmer kassierten offenbar zu hohe Förderungen und hätten es deshalb nicht nötig aufzusperren. Die Rahmenbedingungen seien derart schlecht, dass es sich wirtschaftlich nicht rentiere, widersprechen die anderen.

Wie wär's mit einem kleinen Gedankenexperiment: Seit Jahren findet nämlich eine ähnliche Debatte auf der anderen Seite des Wirtschaftsspektrums statt. Bei jenen Menschen, die Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe beziehen. Immer wieder kritisieren Experten und Politiker, dass diese Hilfen zu üppig ausfallen und zu wenig Anreiz bieten würden, einen Job anzunehmen. Würde ein Arbeitsloser auf genauso großes Verständnis stoßen, wenn er sagt, die Rahmenbedingungen seien zu schlecht?