Währungsstreit: Obama erhöht Druck auf Peking

A Chinese clerk counts U.S. dollars in exchange for the Chinese renminbi at a bank in Hefei in centra
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Die USA werfen China vor, den chinesischen Yuan nicht entschlossen genug aufzuwerten. Nun soll es noch diese Woche zu einem Gespräch zwischen US-Präsident Obama und dem chinesischen Staatschef Jiabao kommen.

US-Präsident Barack Obama erhöht im Währungsstreit mit China den Druck auf Peking. Obama werde das Thema in dieser Woche voraussichtlich bei einem Treffen mit dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao zur Sprache bringen, sagte der Sprecher des amerikanischen Präsidenten, Robert Gibbs, am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Obama und Wen Jiabao wollen am Donnerstag am Rande der UNO-Vollversammlung in New York miteinander sprechen. 

Obama wirft der Führung in Peking vor, den chinesischen Yuan nicht entschlossen genug aufzuwerten. "Sie haben nicht alles getan, was getan werden muss", hatte er am Montag in einem Fernsehinterview mit dem Sender CNBC gesagt. Er bemängelte, dass die Währung unter Marktbedingungen viel stärker sei. Für das Weiße Haus sei das ein Grund zur Besorgnis, sagte Gibbs. "Ich erwarte, dass in dieser Woche darüber gesprochen wird."

Die amerikanischen Klagen über den Yuan dauern seit Jahren an. Ein unterbewerteter Yuan erleichtert chinesische Exporte etwa in die USA. Obama verwies in seiner Kritik auch auf den Internationalen Währungsfonds (IWF), der den Yuan ebenfalls als unterbewertet einstufte. Daran habe auch das Versprechen der Pekinger Führung im Juni nichts geändert, beim Wechselkurs mehr Flexibilität walten zu lassen.