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Start-ups

Den Bedarf sehen – und handeln

Guido Gualdoni und Johannes Stöckl von G.ST Antivirals sind "Inventors of the Year“
Guido Gualdoni und Johannes Stöckl von G.ST Antivirals sind "Inventors of the Year“G.ST Antivirals
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Die gute Nachricht: Es gibt viele Geschäftsideen und es gibt mutige Menschen, die sie auch umsetzen. Ein höchst unvollständiger Blick auf die vielfältige Gründungslandschaft.

Ihre Ziele sind unterschiedlich, aber Sinn und Zweck liegen auf der Hand. Einige Gründungen im Blitzlicht:

Erfinder des Jahres. Vor wenigen Tagen wurden Guido Gualdoni und Johannes Stöckl von der Vizerektorin der Med-Uni Wien, Michaela Fritz, als „Inventors of the Year“ ausgezeichnet. Das 2019 gegründete Spin-off G.ST Antivirals spezialisiert sich auf die Entwicklung von Therapien gegen Virusinfektionen wie Schnupfen und Erkältungen. „Unser Ansatz basiert auf der Erkenntnis, dass Rhinoviren den Stoffwechsel ihrer Wirtszelle in einen anabolen Zustand versetzen. Das Virus ist dann auf eine Nährstoffzufuhr angewiesen. Durch Interventionen können wir diese Zufuhr kappen und hungern das Virus in der Wirtszelle aus“, erklärt Stöckl. Aktuell beschäftigt das Start-up sechs Mitarbeiter in Wien.

www.gst-antivirals.com

► Barrieren abbauen. Iva Tsolova und Joana Koleva hatten vor fünf Jahren die Idee, Menschen mit Behinderungen – oder wie sie sagen: Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten – den Weg in den österreichischen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Jamba-Team konzentriert sich dabei auf Jobs in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und künstliche Intelligenz (KI). Dabei werden Arbeitgeber und Arbeitsuchende miteinander vernetzt und begleitet. Zudem bietet Jamba, das in Österreich, Ungarn und Bulgarien tätig ist, einschlägige IKT- bzw. KI-Ausbildungen an. Jamba wurde 2021 als Zero-Project-Award-Träger von der Essl Foundation ausgezeichnet.

jambacareers.at

Plattform für das Ehrenamt. Um freiwilliges Engagement in Wien zu erleichtern, riefen Aga Król und Karolina Kartus 2019 die Plattform Freiwilligenarbeit ins Leben.

www.socialheld.at

Kraftquellen in Quaderform. Gleich zwei junge Unternehmen setzen auf Riegel. Neoh setzt auf ein völlig neues Naschvergnügen mit einem Proteinsnack, der vollen Geschmack bei nur einem Gramm Zucker verspricht. Mehr als fünf Jahre steckten die Wiener Manuel Zeller, Alexander Gänsdorfer, Patrick Kolomaznik und Adel Hafizovic in die Entwicklung von Produkt und Marke, bevor sie 2017 in Österreich auf den Markt gingen.

www.neoh.com

Ein anderer Rohstoff ist Ausgangspunkt für Rauers Sprössling: Sprossen. Das steirische Vater-Sohn-Gespann Fritz und Sebastian Rauer begann 2018 zu experimentieren, wie sich Sprossen in haltbare Snacks verwandeln lassen, im Vorjahr gingen sie in den Verkauf.

www.rauerssproessling.at

► Konsumieren und Gutes tun. Nach dem 1+1-Prinzip stellt das 2018 in Berlin gegründete Start-up share des österreichischen Initiators Sebastian Stricker für jedes gekaufte Produkt – Mineralwasser, Snacks, Hygieneartikel – einem Menschen in Not ein gleichwertiges Produkt bereit. Ein Tracking-Code auf jeder Packung verrät, wo die Hilfe ankommt. Seit dem Start hat share bereits mehr als zehn Millionen Mahlzeiten und sechs Million Hygieneprodukte verteilt. Ziel des share-Teams ist es, sozialen Konsum in den Massenmarkt zu bringen und Spenden in den Alltag zu integrieren. Für seine Idee wurde Stricker vom „Business Punk“-Magazin auf Platz 1 der „100 Gründer, Macher, Kreative“ für 2019 gewählt.

www.share.eu[RCJ9S]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.04.2021)