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Interview

Oscar-Gewinnerin Chloé Zhao: "Überleben stiftet Gemeinschaft"

„Ich war gerade dabei, mir einen kleinen Laster auszubauen, als 'Nomadland' meinen Weg kreuzte“, sagt Regisseurin Chloé Zhao.
„Ich war gerade dabei, mir einen kleinen Laster auszubauen, als 'Nomadland' meinen Weg kreuzte“, sagt Regisseurin Chloé Zhao.Richard Shotwell / AP / pictured
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Sie war mit »Nomadland« die große Gewinnerin der Oscar-Nacht: Regisseurin Chloé Zhao. Über Politik, Protagonistin Frances McDormand und darüber, was Menschen verbindet.

Es war eine Oscar-Nacht wie keine andere – nicht zuletzt wegen ihr: Mit ihrem Drama „Nomadland“ wurde die in China geborene Filmemacherin Chloé Zhao als erst zweite Frau in der 93-jährigen Oscar-Geschichte für die beste Regie geehrt. Außerdem gewann ihr Werk den wichtigsten Preis als bester Film, Protagonistin Frances McDormand wurde beste Hauptdarstellerin. Die „Presse am Sonntag“ hatte mit der 39-Jährigen noch vor der Preisverleihung gesprochen.


„Nomadland“ war zunächst nicht Ihre Idee, sondern die Ihrer Hauptdarstellerin und Produzentin Frances McDormand, richtig?

Chloé Zhao: Das stimmt. Sie hatte sich mit ihrem Partner die Rechte an dem Sachbuch „Nomadland: Surviving America in the 21st Century“ gesichert. Und nachdem sie beim Festival in Toronto meinen Film „The Rider“ gesehen hatte, schrieb sie mir ein E-Mail. Ich sah nur ihren Namen und den Titel des Buches und dachte mir – ohne Näheres darüber zu wissen – dass, wenn sich mit jemandem ein solches Projekt umsetzen lässt, dann mit ihr.


Es geht um modernde Nomaden, Menschen ohne festen Wohnsitz, die mit ihren Wohnwagen oder Kleinlastern durch die USA ziehen. Waren Sie mit dieser Welt vertraut?