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Die Antarktis ist ein einzigartiges Klimaarchiv, das über eine Million Jahre zurückreicht.
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Polarforschung

Verschlüsseltes Klimawissen im polaren Eis

Eisbohrkerne aus der Antarktis ermöglichen Zeitreisen 800.000 Jahre zurück – und bald noch weiter. Bei der Rekonstruktion einstiger Temperaturen helfen die Untersuchungen einer Innsbrucker Meteorologin.

„Entweder man liebt die Antarktis oder man hasst sie“, sagt Elisabeth Schlosser. Dann lacht sie. „Und ich bin vermutlich süchtig.“ Sie ist Polarforscherin am Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften der Universität Innsbruck und war zuletzt drei Monate in der Kälte stationiert, um Schneeproben zu sammeln.

Das Eis der Antarktis und Grönlands gilt genauso wie Meeressedimente und Tropfsteine als bedeutsames Klimaarchiv. Es kann über die klimatische Vergangenheit und das Wechselspiel zwischen Kalt- und Warmzeiten Auskunft geben. Darin eingeschlossene und konservierte Luftbläschen verraten, wie die Atmosphäre zu unterschiedlichen Zeiten zusammengesetzt war und wie sich die Konzentration von CO2 oder Methan verändert hat. Weitere Informationen geben im Eis gefangene Salz-, Staub- oder Vulkanaschepartikel.