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Steuer-CD-Affäre: War verstorbener Tiroler nur Bote?

SteuerCDAffaere verstorbener Tiroler Bote
(c) APA/DPA

Der 42-Jährige soll der Mittelsmann zwischen den Datendieben und dem deutschen Staat gewesen sein. Der Grafiker war am Mittwoch tot in seiner Zelle gefunden worden.

Der unter noch ungeklärten Umständen in Schweizer Untersuchungshaft Haft gestorbene Österreicher war einem Zeitungsbericht zufolge nicht der tatsächliche Dieb der Schweizer Bankdaten, sondern ein "Zwischenhändler". Der 42-Jährige soll das dafür gezahlte Geld als Treuhänder über eine Vorarlberger Bank gewaschen und so die Verbindung zwischen den noch unbekannten Datendieben und dem Käufer, dem deutschen Staat, gewesen sein. Das berichtet die "Kronen Zeitung" (Samstagausgabe). 

Der 42-jährige Mann war am Mittwoch tot in seiner Gefängniszelle in Bern aufgefunden worden. Gegen den gebürtigen Oberländer aus dem Bezirk Landeck war sowohl in Vorarlberg als auch in der Schweiz ermittelt worden.

Verdacht auf Geldwäsche

In Österreich lautete der Verdacht auf Geldwäsche, eine Sprecherin der Schweizer Bundesanwaltschaft bestätigte laut "Krone", dass er "im Rahmen der Strafuntersuchung wegen Bankdatendiebstahl und dem Verkauf der Daten nach Deutschland inhaftiert war."

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte Anfang des Jahres für 2,5 Millionen Euro von einem Informanten eine CD-Rom mit Daten von Steuersündern erworben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf versteckten die mutmaßlichen Steuerbetrüger mehr als 1,3 Milliarden Euro vor dem Fiskus in der Schweiz.

 

(APA)