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Olympia

Wer stets lächelnd am Tisch steht

Tokyo 2020 Olympics - Table Tennis Training
REUTERS
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Tischtennis. Liu Jia, 39, bestreitet ihre sechsten Spiele, trifft zum Auftakt auf die zwölfjährige Hend Zaza, die so alt wie ihre Tochter ist. Und im Teambewerb wartet China.

Tokio. Die Euphorie nach einem außergewöhnlichen Pre-Trainingslager in Fuchu ist im österreichischen Tischtennisteam für Olympia durch die Auslosung zwar etwas gedämpft worden, doch trotzdem will man sich der Aufgabe stellen. Im Teambewerb der Frauen scheint man gegen Goldfavorit China schon vorab chancenlos, im Mixed gegen die zweitgereihten Lokalmatadore klarer Außenseiter. Bleibt das Einzel, mit dem es wie im Mixed bereits am Samstag losgeht – allerdings nur für die sechsfache Olympia-Starterin Liu Jia.

Zum Auftakt trifft der Evergreen, 39, auf die erst zwölfjährige Hend Zaza aus Syrien. Beim Donnerstagstraining sind die Gegnerinnen bereits aufeinandergetroffen und haben sich laut „Susi“ mit Händen und Füßen unterhalten. „Sie spricht kein Englisch, ist zwei Jahre älter als meine Tochter.“ Für die daheimgebliebene Anna wurde immerhin ein Selfie gemacht.

Als die Froschberg-Spielerin bereits dreifache Olympia-Teilnehmerin war, war Zaza noch nicht geboren. Unterschätzen möchte sie den Teenager aber wie alle anderen potenziellen Gegnerinnen nicht. Trotzdem denkt sie bereits mehr an das mögliche Folgematch gegen Ganna Gaponowa. Sie sei auf Verteidigung spezialisiert, zweimal habe „Susi“ schon verloren. Das Ziel? „Ich möchte mit einem lachenden Gesicht nach Hause fliegen.“
Das trifft auch auf Stefan Fegerl zu, der mit Sofia Polcanova am Samstag im Mixed-Achtelfinale gegen Jun Mizutani/Mima Itō gefordert ist. Der Niederösterreicher geht positiv an diese Aufgabe heran: „Man hat schon gesehen, dass es bei uns an der Platte funkt und klappt.“

Rückblickend hätte man die Vorbereitung nicht besser gestalten können. „Sicher hätte die Auslosung besser sein können, aber wir sind bereit.“
In seinem letzten Karriereturnier vor Antritt der Vizepräsidentschaft im Verband geht der 32-Jährige davon aus, dass er noch bis Montag Leistungssportler ist. „Denn da ist das Finale“, begründete Fegerl selbstbewusst.

Erst in Runde zwei am Sonntag werden Robert Gardos und Daniel Habesohn in das Einzel einsteigen, Polcanova erst in Runde drei. Die Teambewerbe bilden den Abschluss. „Bei China sind alle drei Weltmeisterinnen, aber wir wollen sie ein bisschen sekkieren“, schätzte Liu die Lage ein. Nervös mache sie, dass das Match in China von einigen Millionen Menschen im TV gesehen werde. „Aber ich möchte eine positive Ausstrahlung am Tisch haben, mithalten und einen Satz gewinnen.“ (red.)