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Synchronschwimmen

Plötzlich in der Weltspitze

Eirini-Marina und Anna-Maria Alexandri spekulieren mit einem Platz unter den Top 6.

Eirini-Marina und Anna-Maria Alexandri sind heuer in eine neue Dimension des Synchronschwimmens vorgestoßen. Bei den Europameisterschaften im Mai in Budapest erhielten sie erstmals Wertungen von mehr als 90 Punkten, knapp einen Monat später in Barcelona bei der klar geschafften Olympia-Qualifikation waren es schon mehr als 92. Damit zählen die beiden zur Elite dieses Sports, auch wenn es ab heute, Montag, wohl nicht ganz zu einer Olympia-Medaille reichen wird.

„Russland, China und dann Ukraine oder Japan“, zählte Eirini-Marina Alexandri ihre Medaillenfavoriten auf. Es ist davon auszugehen, dass sie damit ziemlich sicher richtig liegt. „Dann ist aber alles offen, und dann kommen auch schon wir. Top acht ist unser Ziel, Top sechs wäre ein Traum.“ Dieser könnte sich durchaus erfüllen, geht es nach ihrer Trainerin Albena Mladenowa. „Der fünfte, sechste oder siebente Platz ist möglich.“

Ihre besseren Bewertungen seien eine Folge der Coronaandemie, glauben die Alexandris. Nicht unbedingt nur, da sie durch die Verschiebung der Spiele um ein Jahr Zeit für Verbesserungen ihrer Programme hatten. Sondern auch, weil es länger keine Wettkämpfe gab, sie sozusagen weg vom Fenster waren. Als es wieder los ging, hätten die „Judges“ die Duette mit anderen Augen bewertet. „Alle haben gesagt, wir bekommen endlich das, was wir uns verdienen“, erzählte Eirini-Marina Alexandri.

 

Trainieren um vier Uhr Früh

Vor dem Abflug am vergangenen Montag nach Japan gab es für die beiden Drillingsschwestern in einem Trainingslager in Spanien den Feinschliff. An Kleinigkeiten sei da noch gefeilt worden. „Man kann die Programme immer verbessern oder präzisieren, und sei es ein Finger oder ein kleines Detail“, erklärte Mladenowa.

Um nicht an Nebenschauplätzen wie der Zeitumstellung zu scheitern, wurde daran schon in Österreich gearbeitet. „Wir sind um zwei Uhr aufgestanden und haben um vier Uhr trainiert“, erläuterte Eirini-Marina Alexandri. Jetlag-Probleme seien auch tatsächlich ausgeblieben, sonst gehe diese Phase meist über vier Tage.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2021)