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Sir Paul Smith

Design-Experiment gegen die Fahrtrichtung

Weniger ist mehr: Mode-Ikone Paul Smith und das Einzelstück „Strip“.
Weniger ist mehr: Mode-Ikone Paul Smith und das Einzelstück „Strip“.Werk
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Die englische Stilikone Sir Paul Smith durfte sich an einem Mini versuchen. Ergebnis ist ein Einzelstück mit möglicher Zukunft: Ein Auto, aus dem alles ausgeräumt ist, was man nicht wirklich braucht.

Sir Paul Smith outet sich gleich als begeisterter Radfahrer – mit Autos hat der englische Modeschöpfer wenig am Hut, außer, dass er seit 20 Jahren einen Mini fährt, wenn er denn das Auto nimmt. Zu seinen kurzen Ausflügen in die Branche gehören ein Land Rover und ein klassischer Mini, denen Smith sein stilistisches Markenzeichen angedeihen ließ: markante, aber dennoch elegante Akzente durch kräftig-farbige Streifen.

Raus damit! Nun bat Mini ganz offiziell zur Zusammenarbeit – und der Meister zögerte. „Ich dachte, es läuft wieder auf Dekoration hinaus. Mir schwebte aber weitaus Radikaleres vor.“

Kork statt geschäumter Kunststoff: "Hervorragender Werkstoff", befindet Paul Smith.
Kork statt geschäumter Kunststoff: "Hervorragender Werkstoff", befindet Paul Smith.

Das Mini-Designteam hatte zunächst hart zu schlucken, sah dann aber die Vorteile, einen Industrie-Outsider ins Boot zu holen. Smith stellte Fragen, die den Experten nicht in den Sinn gekommen waren.

„Braucht man das wirklich?“, und: „Können wir es entfernen?“ Die Richtung gab schon der Arbeitstitel vor, den Smith gewählt hatte: „Empty“: Ein leeres Auto, befreit von allem Dekor, von Blenden und Funktionen, die gar nicht benötigt werden, kurz – ein Auto ohne unseren Wohlstands-Ballast.