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Windows

Microsoft verabschiedet sich von Passwörtern

Sichere Passwörter haben sich nicht durchgesetzt. Immer noch führen „Passwort“ und „Gott“ die Beliebtheitsrankings an. Zeit, die Passwörter gänzlich abzuschaffen.

Passwörter, so notwendig sie auch sind, so lästig sind sie. Ständig müssen sie aktualisiert werden, oder dann wieder zurückgesetzt, weil es einem partout nicht mehr einfallen will. Seit dessen Einführung sind sie ein potenzielles Sicherheitsproblem. Die Zukunft liegt in einer Welt ohne Passwörter. Der Software-Riese Microsoft geht jetzt zielstrebig darauf zu und ermöglicht andere Wege zur Anmeldung als ständige Zahlen-Buchstaben-Symbol-Reihenfolgen.

Im Durchschnitt hat jeder 26 Online-Konten mit Passwort. Umgelegt auf die reale Welt, würden wir mit einem schier riesigen Metallbund in der Tasche herumlaufen. Passwörter werden auch deshalb nur ungern aktualisiert und dem Rat, jede Kombination nur einmal zu verwenden, wird nur selten befolgt. Im Schnitt werden die 26 passwortgeschützten Zugänge nur durch fünf verschiedene Passwörter gesichert.

Microsoft bietet künftig zwei verschiedene Wege, um sich Zugriff zum eigenen Rechner zu verschaffen. Der eine führt über die Fingerkuppe und setzt einen entsprechend verbauten Sensor im Gerät vor. Oder man installiert auf dem Smartphone die Microsoft Authenticator App oder setzt auf eine klassische Zwei-Faktor-Authentifizierung. Über diese Tools soll man sich in Outlook, Onedrive, Microsoft Family Safety und auch die Xbox Series X/S mit einem Einmal-Passwort, ähnlich wie es beim Online-Banking bereits funktioniert, anmelden.

Nach einem mehrmonatigen Testlauf bei Geschäftskunden und Administratoren wird die neue Anmelde-Option rund um den 5. Oktober freigeschaltet. Also zeitgleich mit Windows 11.

Wer also möchte, kann dann in den Einstellungen im Microsoft-Konto das Passwort löschen - ersatzlos. Über die Microsoft-Webseite soll sich dann in den erweiterten Sicherheitsoptionen die Möglichkeit finden, ein Kennwortloses Konto einzurichten.

 

(bagre)