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Die ich.app der PSA ermöglicht den Kunden, ihre von Banken geprüften Daten im Netz als Bestätigung ihrer Identität zu nützen.
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E-Health & das digitale Ich

Für den Ausbau des Gesundheitssystems von rein analog zu digital braucht es nicht nur die Entwicklung von intelligenten Anwendungen und Plattformen. Gefragt ist ebenfalls der Einsatz von verifizierten, nutzerfreundlichen und sicheren digitalen Identitäten.

Der Bereich der elektronischen Gesundheitsdienste - also der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie bei gesundheitsbezogenen Produkten, Dienstleistungen und Prozessen – boomt wie nie zuvor. Deutlich wird dies etwa bei der enorm anwachsenden Anzahl an Digital-Health-Start-ups. Rund 150 wurden in den letz­ten zehn Jahren allein im D-A‑CH-Raum gegründet und mit Ka­pital im Gesamtumfang von mehr als einer Milliarde Euro finanziert. Zwei Drittel der Gründungen ent­fielen alleine auf die letzten fünf Jahre. Erst vor wenigen Wochen wurde in Alpbach mit den Health Pioneers zudem ein Dachverband der jungen Branche ins Leben gerufen, der sich als Netzwerkplattform, Ideengeber und Dialogforum versteht und die Inte­ressen aller Hersteller von Digital-Health-Anwendungen in Österreich gegenüber Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit ver­tritt.

Digitale Zukunft mit Hürden

Wird der Weg zur Gesundheit also endlich fließend digital? Geht es nach den Geschäftsführern der ELGA Gmbh, lautet die Antwort ja: „Es gibt einen eindeutigen Trend von der Nische in die Breite. Die Zeit ist reif, um den Gesundheits­bereich digital in die Zukunft zu füh­ren“, sind Franz Leisch und Günther Rauchegger überzeugt. Die elektronische Gesundheitsakte ELGA soll dazu als moderne und sichere Infrastruktur für alle, die im österreichischen Gesundheitssystem versorgt werden, ihren Beitrag leisten. Das Ziel lautet, Patienten und Diensteanbietern (Ärzte, Spitäler, Pflegeeinrichtungen, Apotheken) den Zugang zu Gesundheitsdaten zu erleichtern, um die medizinische, pflegerische und therapeutische Behandlung und Betreuung durch einen besseren Informationsfluss zu unterstützen.

Die Vorzeichen für ein digitales System stehen also gut und die Coronapandemie hat zu konkreten Fortschritten geführt, wie etwa das Funktionieren von Onlineprozessen bei Covid-Impfterminen zeigt. Dass dennoch längst noch nicht alles nach digitalem Plan läuft, verdeutlicht ein anderes Alltagsbeispiel. Wer online einen Arzttermin buchen will, stößt schnell an die Grenzen des Systems. Onlinebuchungsportale, die punkto Benutzerkomfort Patienten und Ärzte zufrieden stellen, sind in Österreich aktuell eher die Ausnahme als die Regel.

Vorzeigeanwendung

Was es laut Experten braucht, sind einfache, intuitive und innovative Lösungen, die Nutzerkomfort und Funktionalität unter einen Hut bringen. Als positives Exempel gilt die in Wien entwickelte Ordinationssoftware 4myHealth. Das Termin- und Patientenverwaltungssystem verfügt neben der Terminvereinbarung und -erinnerung über Funktionen, die alle Prozesse in einer Ordination abdecken. Sie erlaubt das Ausfüllen der Anamnese am Tablet im Warteraum, die übersichtliche Darstellung und Verwaltung von Bildern und Audio- und Videodateien, den schnellen Zugriff auf Dokumente, Bilder, Rezepte und Befunde und vieles anderes mehr.

„Der Arzt gewinnt somit wertvolle Zeit, die er seinen Patienten widmen kann, und hat dank der mobilen Anwendungsmöglichkeit auch von unterwegs alle Informationen seiner Patienten griffbereit, um sie bestmöglich betreuen zu können“, erklärt 4myHealth-Geschäftsführer Walter Gries - und verweist zugleich auf eine Grundproblematik: „Heute sehen wir bei mehr als 890.000 Patienten, die in 4myHealth bereits digital verwaltet werden, wie viele Daten inkorrekt oder unvollständig erfasst sind.“ Das Vertauschen von Vor- und Nachname oder die falsche Eingabe der Sozialversicherungsnummer ziehen einen „Rattenschwanz“ an administrativem Aufwand mit sich. Korrekte Patientenstammdaten seien schließlich essenziell, um in der Folge Überweisungsdokumente für Labor, Röntgen oder CT/MR zu erzeugen und richtig zuzuordnen.

Gleiches gilt für Rezepte, Arztbriefe, Befunde oder OP-Anmeldungen. Auch für die Honorarnote, die der Arzt dem Patienten für die Einreichung bei der österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) oder der Privatversicherung aushändigt, ist es wichtig, dass die persönlichen Angaben stimmen.

eID als Problemlöser

Die Abhängigkeit der Systeme und Plattformen von korrekten Patientenstammdaten und verlässlicher Zuordnung zeigt die Bedeutung von elektronischen Identitäten, kurz eID, auf. Mit der Möglichkeit, auf Knopfdruck validierte Daten in ein Anmeldeformular zu übertragen, ist nicht nur dem Patienten geholfen, sondern dem gesamten anschließenden Prozess.

Die Verwendung einer komfortablen, eindeutigen eID wie die ich.app – die digitale Identität der österreichischen Banken des Transaktionsdienstleisters Payment Services Austria (PSA) – bringt, am Beispiel der Funktionen von 4myHealth, zahlreiche weitere Vorteile. Sie ist etwa für die Anamnese im Warteraum hilfreich, wenn ein Termin per Telefon vereinbart wurde und die Stammdaten ergänzt bzw. richtiggestellt werden sollen. Wenn mit dem webbasierten 4myHealth-Praxisverwaltungssystem der Anamnesebogen, den der Arzt für seine Konsultation und Dokumentation heranzieht, dem Patienten direkt per E-Mail zugesendet wird, kann dieser mittels Smartphone, Tablet oder PC den Fragebogen auch von zuhause oder anderswo auszufüllen. Das spart Zeit und ermöglicht es dem Patienten, die Fragen in Ruhe zu beantworten und beispielsweise auch den Namen von Medikamenten einzutragen, die man zum Arzt vielleicht nicht mitgenommen hätte.

Auch hier kann eine eID wie die ich.app eine wesentliche Rolle spielen, um die Autorisierung (Login) des Benutzers (Patienten) komfortabel und sicher durchzuführen. In der Folge kann etwa ein Fragebogen geöffnet und korrekt ausgefüllt werden. 


Auf sicherem Weg

Ähnliches gilt, wenn Dokumente (Rezepte, Überweisungen, Befunde, Arztbriefe, etc.) vom System per E-Mail dem Patienten zukommen. Diese Dokumente dürfen aus Sicherheitsgründen nur in einer verschlüsselten Form zugestellt werden, und die Entschlüsselung darf nur vom Patienten erfolgen. Um die Dokumente wieder zu entschlüsseln, kann der Empfänger mit seiner eID auf seine Dokumente zugreifen und nach der einfachen Autorisierung die Entschlüsselung bewirken. Das bietet zugleich die Sicherheit, dass Fremde – etwa bei einer Zustellung an eine falsche E-Mail-Adresse - diese Dokumente nicht öffnen können.

Fest steht laut Experten, dass verifizierte, nutzerfreundliche und sichere eIDs wie die ich.app das Potenzial haben, der E-Health-Bewegung den Weg zu bereiten – sei es im Bereich von Online-Rezepten und maßgeschneiderten Medikamenten, Online-Apotheken, der Labor- und diagnostischen Befundeinholung auf elektronischem Weg oder im weiten Feld der Telemedizin (aktuelle Stichworte: digitale Ordinationsbesuche und Krankmeldungen).

ich.app in Österreich

Eine vielfältig nutzbare  Lösung, die es Menschen und Unternehmen auf einfache und zugleich sichere Art ermöglicht, sich online zu identifizieren, digitale Services zu nutzen und Geschäfte abzuschließen – so lautet  die Vision  der eID  ich.app, die der Transaktionsdienstleister Payment Services Austria (PSA) gerade für Österreich entwickelt. Bei dieser bankenbasierten Lösung bekommen Personen, die über ein österreichisches Bankkonto verfügen, die Möglichkeit, ihre Daten, die ohnehin bereits bei der Bank hinterlegt sind, als digitalen Ausweis zu verwenden.

Durch die Nutzung der bei den Banken bereits vorhandenen Daten bzw. die Nutzung von Systemen und Technologien, die auch Bezahlsysteme verwenden, sind sowohl der DSGVO-konforme Datenschutz als auch der Schutz vor Datendiebstahl integrale Kernelemente der ich.app. Damit kann die ich.app für jede denkbare Aktivität im Internet, die einen Identitätsnachweis erfordert bzw. sinnvoll macht, genutzt werden (Logins, Registrierungen, Vertragsabschlüsse etc.). Die PSA arbeitet aktuell an der technischen Umsetzung, die ersten Anwendungen funktionieren bereits. Der Vertrieb auf Akzeptanzpartnerseite hat schon begonnen. Ende 2021 startete der Pilotbetrieb. Der breite Launch der ich.app ist für das zweite Quartal 2022 vorgesehen.

Information

PSA Payment Services Austria GmbH (PSA) ist ein Transaktionsdienstleister und das österreichische Kompetenzzentrum für bargeldloses Bezahlen. Im Auftrag der Banken sorgt PSA für Produkte und Services in den Bereichen Karte, Konto und Identität.

www.psa.at

www.ich.app