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Job-Vermittlung

Pilotversuch: Mehr AMS-Berater, weniger Arbeitslose

Der Arbeitsmarkt erholt sich von der Corona-Krise: Die Arbeitslosigkeit ist im September um 17 Prozent gesunken.APA/ROBERT JAEGER
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In einem Pilotversuch testet das Arbeitsmarktservice Niederösterreich, wie es sich auswirkt, wenn Berater mehr Zeit für „ihre“ Arbeitslosen haben. Die Zahl der vermittelten Jobs stieg als Folge deutlich an.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) kann einem mitunter ziemlich auf die Nerven gehen. „Es freut jetzt nicht jeden Kunden“, erzählt Sven Hergovich. Er leitet seit 2018 das AMS Niederösterreich und hat kürzlich einen Pilotversuch zur rascheren Vermittlung von Arbeitslosen gestartet. Das bedeutet für die Berater, dass sie intensiveren Kontakt zu ihren Kunden haben. Und für die Kunden, also Arbeitslosen, dass sie öfter bei ihren Beratern vorstellig werden müssen. Was eben, so Hergovich, nicht jeden freue – aber „am meisten gegen Arbeitslosigkeit hilft“.

Österreich hat ein handfestes Problem mit Langzeitarbeitslosigkeit. Im September waren in Österreich 338.514 Personen arbeitslos gemeldet oder in einer AMS-Schulung, um 17 Prozent weniger als ein Jahr davor. Davon waren 120.449 langzeitbeschäftigungslos. Sie waren also bereits ein Jahr oder länger ohne stabile Beschäftigung. Und unter Arbeitsmarktexperten gilt die Regel, dass man Langzeitarbeitslosigkeit am besten bekämpft, indem man sie gar nicht erst entstehen lässt. Das versucht man nun beim AMS Niederösterreich. Um mehr Personal für die Kundenberatung freizuspielen, wurde intern umgeschichtet: Mitarbeiter, die zuvor nur für die Berechnung von Arbeitslosengeld zuständig waren, arbeiten seit der Fusion mit der Serviceabteilung auch im Kundenkontakt.