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Vorstellung: Thomas Wally

Dieser junge Wiener Komponist kann seine Werke sogar selbst spielen – heutzutage ein seltener Fall.

So einen Komponisten dürften Musiker mögen. Thomas Wally konzipiert seine Stücke nach eigenen Angaben „so schwer wie nötig, aber so leicht wie möglich“. Diese pragmatische Herangehensweise schuldet sich der Tatsache, dass Thomas Wally selbst Musiker ist. Er spielt nicht nur bei seinen eigenen Kompositionen Geige, sondern auch als Ersatz bei den Wiener Philharmonikern. Mit dem Notenschreiben hat Wally schon früh begonnen, und zwar als Kleinkind. Nur dass er damals noch nicht wusste, dass es Noten sind. Die Legende sagt, dass seine Mutter die Pünktchen auf dem Klavier nachgespielt habe und herausgekommen sei etwas Bach-Ähnliches. Aber erst bei einer Auszeit in Südafrika wurde ihm seine Bestimmung klar.

Kurioserweise wollte er sich erst dem Jazz zuwenden, weil ihm die zeitgenössische Musik nicht so gut gefiel. Das hat sich geändert, vor allem in seiner Studienzeit in Helsinki. Die Finnen nämlich haben viel weniger Angst vor neuer Musik, als man es hierzulande gewöhnt ist. In diesem Jahr wurde Wally mit dem Outstanding Artist Award des Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur ausgezeichnet. Beim Festival Wien Modern ist er nun mehrmals zu sehen und zu hören, einmal in Kombination mit Werken seines finnischen Lehrers Sampo Haapamäki.

TIPP

Wien Modern, 29.10.-20.11., www.wienmodern.at