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Kolumne

Wandel, Krise, Katastrophe?

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 417. Warum Framing viel Verantwortung braucht.

Bei Adjektiven ist Vorsicht geboten: So verführerisch es ist, sie zu benutzen, so verräterisch können sie sein. Genau genommen aber trägt jedes Wort Sprengkraft in sich, weil es jedenfalls Assoziationen auslöst.

Der Begriff dazu ist – Achtung, Sprechblase – Framing. Der „Frame“, der Rahmen, strukturiert die Wahrnehmung und beeinflusst, welche Information hängen bleibt. Unterschiedliche Formulierungen desselben Inhalts (das Glas ist halb voll/leer) können als Frame zudem das Verhalten der Empfänger unterschiedlich beeinflussen.

Weil gerade die Weltklimakonferenz geendet hat: Es ist auch ein Framing, vom Klimawandel zu sprechen – das klingt nach einer langsamen und nicht aufzuhaltenden Entwicklung. Interessant, dass sich nicht Klimakrise oder gar Klimakatastrophe als Begriff eingebürgert hat.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.

("Die Presse" Ausgabe von 9. Oktober 2021 September 2021)