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Gastkommentar

Lobau-Tunnel: Was Ludwig tun sollte

PRESSEGESPRAeCH - 'EIN JAHR FORTSCHRITTSKOALITION' / LUDWIG
APA/HERBERT NEUBAUER
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Will die SPÖ Wien wirklich eine Autofahrerpartei sein? Die Verkehrsprobleme könnte sie auch anders lösen.

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Es ist inzwischen erwiesen, dass eine neue Autobahn nicht nur den bestehenden Verkehr bündelt, sondern auch zusätzlichen erzeugt. Daher ist es in Zeiten einer Klimakrise nur logisch und verantwortungsvoll, Straßenbauprojekte zu evaluieren und gegebenenfalls auch zu stoppen. Genau das hat die grüne Klimaministerin, Leonore Gewessler, nun mit der Lobau-Autobahn gemacht. Für diesen Mut und diese Konsequenz ist ihr zu gratulieren! Doch die Zustimmung hält sich in engen Grenzen; zu groß ist die Fraktion der Klima-Ignoranten, Technologiegläubigen und Benzinbrüder.

Die Richtung ist nun aber klar vorgegeben: Will Österreich seine Klimaziele erreichen, so muss laut Mobilitätsmasterplan der Pkw-Verkehr ab- und nicht zunehmen. Dem Verkehrssektor steht in Zukunft nur ein Drittel der bisher benötigten Energie zur Verfügung. Dafür wird der Umstieg auf Elektroantriebe allein nicht reichen. Wir benötigen eine massive Verlagerung auf Rad, öffentliche Verkehrsmittel und Bahn (für den Güterverkehr).

Auch die Bundeshauptstadt will laut eigenem Regierungsprogramm binnen zehn Jahren den Anteil der Auto-Einpendler halbieren. Da fragt man sich natürlich, wofür die Lobau-Autobahn eigentlich gebraucht wird. Das Projekt hat seine Ursprünge im vorigen Jahrhundert, und das sieht man ihm auch an! Wer käme heute auf die Idee, einen Nationalpark an seiner breitesten Stelle zu untertunneln?