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Verdachtsfälle

Omikron in Österreich: Wo Fälle bestätigt sind und wo es Verdachtsfälle gibt

Lage am Flughafen zu Beginn der Herbstferien
Reiserückkehrer aus Südafrika werden zum Testen aufgerufen.APA/dpa/Moritz Frankenberg
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Die neue Variante des Coronavirus breitet sich in Österreich aus. Derzeit gibt es fünf bestätigte Omikron-Fälle in Tirol, Wien und Niederösterreich. In Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg gibt es Verdachtsfälle.

Am 27. November wurde der erste Fall von der Coronavariante Omikron in Österreich nachgewiesen. Die Infektion war mit einem Reiserückkehrer aus München nach Tirol gekommen. Bisher konnten zwei weitere Fälle aus dem unmittelbaren Umfeld der betroffenen Person auf die Erstinfektion zurückgeführt werden. Auch in anderen Bundesländern ist die neue Variante des Coronavirus B.1.1.529 aber bereits angekommen. Neben Tirol haben mittlerweile auch Wien und Niederösterreich bestätigte Fälle der Variante gemeldet.

Drei bestätigte Fälle in Tirol

Am Samstag war in Tirol der erste Omikron-Verdachtsfall aufgetaucht. Für den Betroffenen und die beiden Personen aus dem familiären Umfeld des am Montag bestätigten Falles im Tiroler Bezirk Schwaz liegen seit Mittwoch nun auch die Ergebnisse aus den Voll-Sequenzierungen vor. Wie das Land Tirol am Mittwoch informierte, wurde vonseiten der Virologie Innsbruck das Vorliegen der Virusvariante B.1.1.529 auch bei den beiden Kontaktpersonen bestätigt. Damit liegen in Tirol drei bestätigte Omikron-Fälle vor. Die betroffenen Personen befänden sich in Quarantäne, hieß es.

Der erste bestätigte Infizierte war bereits vor einer Woche mit dem Zug von München nach Jenbach in Tirol gefahren. Er war zuvor aus Südafrika zurückgereist. Seine beiden Familienmitglieder waren nicht im Ausland gewesen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich auch andere Passagiere bei dem Infizierten angesteckt haben. Deshalb rief die AGES alle Reisenden des EuroCity 83 vom 23. November dazu auf, einen PCR-Test durchzuführen.

Ein bestätigter Fall in Niederösterreich

Am 30. November meldete das Land Niederösterreich die erste nachgewiesene Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Es handelt sich um einen Asylwerber aus Südafrika, der zum Zeitpunkt der Bestätigung bereits mehrere Tage in Quarantäne gewesen sei. Der Betroffene hält sich derzeit in einem Asylquartier in Schwechat auf. Alle Personen, die mit ihm Kontakt hatten, seien erneut getestet worden, so Sanitätsdirektorin Irmgard Lechner.

Acht Verdachtsfälle in Wien, einer bestätigt

Auch in Wien ist die Omikron-Variante am Mittwoch angelangt - in der Bundeshauptstadt gibt es einen bestätigten Fall und acht Verdachtsfälle. Alle hielten sich laut Sonja Ficht, Sprecherin des Gesundheitsdienstes, im südlichen Afrika auf und machten bei der Heimreise einen Zwischenstopp in Mosambik oder Simbabwe. Die Betroffenen haben laut Ficht milde Krankheitsverläufe und befinden sich in Quarantäne. Ihre Tests werden derzeit sequenziert, um festzustellen, ob es sich dabei um die Corona-Variante B.1.1.529 handelt. Die Ages kümmert sich bei diesen Fällen derzeit um das Contact-Tracing.

Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika ruft Ficht dazu auf, sich unverzüglich testen zu lassen. Sie sollen in die Teststraße auf der Floridsdorfer Brücke kommen und dort mitteilen, dass sie sich in Risikogebieten aufgehalten haben. Damit erhielten sie ein beschleunigtes Verfahren. Auch, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, appelliert Ficht an Betroffene, zunächst zu Hause zu bleiben und "engmaschig" PCR-Tests durchführen.

Drei Verdachtsfälle in Oberösterreich

Der ersten beiden Verdachtsfälle in Oberösterreich wurde am 29. November gemeldet. Die betroffenen Personen waren aus Südafrika und Namibia heimgereist. Der dritte Verdachtsfall - ebenfalls ein Reiserückkehrer - wurde am 2. Dezember gemeldet. 13 Kontaktpersonen der Infizierten befanden sich an diesem Tag laut Krisenstab des Landes in Quarantäne.

Je ein Verdachtsfall in Salzburg & Vorarlberg

In Salzburg gibt es bisher einen Verdachtsfall. Das hat ein Salzburger Labor am 29. November gemeldet. Der Wiener sei am 26. November aus Südafrika zu seinem Zweitwohnsitz in Salzburg heimgekehrt. Ein PCR-Test in einer dortigen Teststraße fiel positiv aus.

Auch in Vorarlberg wurde ein Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika positiv PCR-getestet. Das Ergebnis der Sequenzierung durch die Ages steht in beiden Fällen noch aus.

Im Burgenland und in Kärnten gibt es bisher keine konkreten Verdachtsfälle auf eine Infektion mit der Virusvariante B.1.1.529. Die Ergebnisse der Corona-Tests jener Personen, die kürzlich von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt sind, waren allesamt negativ. Die Steiermark hat zwar noch keine Verdachtsfälle auf die Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet, aber eine flächendeckende Mutationsanalyse in Auftrag gegeben. Ziel sei es, alle positiven PCR-Testungen auf die Omikron-Variante hin zu überprüfen.

(APA/red.)