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Jahresrückblick

Eine Präsidentin für Schröcksnadels Skiverband

Die Ski-Revolution: Im hierzulande so mächtigen ÖSV blieb im Jahr 2021 kein Stein auf dem anderen.

Im Österreichischen Skiverband (ÖSV) ist im Jahr 2021 das eigentlich Unmögliche Wirklichkeit geworden: Die Salzburgerin Roswitha Stadlober, 58, ist nach 116 Jahren und 22 Männern die erste Frau an der Spitze des hierzulande so mächtigen ÖSV.

Ihre Wahl am 15. Oktober war eine einstimmige, nachdem der Verband im Frühjahr bei der Nachfolge des allmächtigen Langzeit-Präsidenten Peter Schröcksnadel, 80, ein verheerendes Bild abgegeben hatte: Nach einem in rauen Tönen geführten Wahlkampf, in dem sich auch Schröcksnadel mit Zurufen nicht zurückhielt, konnten sich die Landesverbands-Chefs weder auf Michael Walchhofer noch auf Renate Götschl einigen. Spätnachts wurde der Kompromisskandidat Karl Schmidhofer aus dem Hut gezaubert, der sich 100 Tage später aus privaten Gründen wieder verabschiedete.

Stadlobers Wahl wurde als Revolution im Skiverband betitelt, und tatsächlich blieb kein Stein auf dem anderen. Die ehemalige Ski-Rennläuferin und Österreichs Sportlerin des Jahres (1986) führt eine Dreier-Spitze an, an ihrer Seite: Finanzchef Patrick Ortlieb, einst Schröcksnadels favorisierter Nachfolger, und Generalsekretär Christian Scherer. Dank Stadlober war Aufbruchsstimmung zu spüren, nachdem der Verband 30 Jahre lang von Schröcksnadel erfolgreich aber nicht unumstritten geführt worden war. „Es ist jetzt ein Cut. Man muss sich verabschieden von dem, was war. Wir gehen in ein neues Zeitalter“, erklärte die neue Chefin.

Auftakt nach Maß

Ihre Vision: Ein nachhaltiger Verband, eine nachhaltige Alpinski-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm, mehr Frauen in Leitungspositionen und ein überregionales Denken an der Basis, denn der heimische Skisport hat ein Nachwuchsproblem. Und natürlich der sportliche Erfolg, Hand in Hand mit dem Konzept „Optimal Sports“, das unter der Führung von Petra Kronberger auch die Bereiche Persönlichkeitsstärkung und Sportpsychologie abdecken soll.

Die ÖSV-Athleten haben Stadlober gleich einen erfolgreichen Einstand beschert, der Winter-Auftakt war ob zahlreicher rot-weiß-roter Siege und Podestplätze über praktisch alle Sparten hinweg ein beachtlicher. Abseits der Pisten, Loipen und Schanzen sei die Covid-Impfquote im Verband von 97 Prozent erwähnt. Denn eines hat die ÖSV-Präsidentin auch schnell klargestellt: Nur geimpfte ÖSV-Sportler werden zu Olympia im Februar in Peking mitgenommen.

Was 2021 wichtig war

Zum Jahresrückblick der „Presse“-Redaktion

 

(joe)