Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Interview

"Die Politik hat sich hier rauszuhalten"

Wiener Börse-Chef Boschan und Wienerberger-CEO Scheuch warnen vor dem Trugschluss, dass man Schulden „weginflationieren“ kann.Mirjam Reither
  • Drucken

Österreich braucht einen entpolitisierten Staatsfonds, sagen Wiener-Börse-Chef Boschan und Wienerberger-CEO Scheuch.

Die Presse: Die Regierung hat Verbesserungen für den Kapitalmarkt angekündigt, in der Steuerreform war davon nichts zu sehen. Wie beurteilen Sie das?

Heimo Scheuch: Von welcher Regierung sprechen Sie? In der Tat hat es eine Regierung gegeben, die ein Regierungsprogramm hatte.


Und es wurde von anderen handelnden Personen vor der Pandemie geschrieben.

Scheuch: Diese Corona-Ausrede kann ich nicht mehr hören. Wenn man sich in der Privatwirtschaft zweieinhalb Jahre lang derart ausredet, dann gibt es das Unternehmen gar nicht mehr. Man hat sich auf solche Dinge einzustellen und diese zu managen. Politiker fordern bei jeder Gelegenheit Nachhaltigkeit, vor allem bei uns Unternehmen. Sie sollten diese auch selbst an den Tag legen.

Christoph Boschan: Wir sind als Manager ja darauf trainiert, in den Kategorien Plan, Umsetzung und Resultat zu denken. Und der Plan der Regierung ist gut. Mehr Finanzbildung, Abbau von Überregulierung, Behaltefrist für Privatanleger und Stärkung der zweiten und dritten Säule. Es fehlt nun schlicht an der Umsetzung.


Bei der Behaltefrist geht es darum, dass jene entlastet werden, die langfristig investieren.