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Morgenglosse

18 Milliarden Euro – was soll's?

MINISTERRAT: KOGLER / NEHAMMER
Vizekanzler Werner Kogler, Kanzler Karl NehammerAPA/ROLAND SCHLAGER
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Eine milliardenschwere Steuerreform wird beschlossen - und keinen interessiert es.

Stell dir vor, da wird im Parlament eine 18 Milliarden Euro schwere Steuerreform beschlossen und keinen interessiert es. Die Impfpflicht-Lotterie ist ja viel spannender und vor allem: Sie kostet ebenfalls eine Stange Geld. Auf eine Milliarde mehr oder weniger kommt es offenbar nicht mehr an.

Der Staat wirft mit dem Geld derart um, dass sich die Regierung auch nicht wundern darf, dass dieses „große Werk“, wie Vizekanzler Werner Kogler die Steuerreform bezeichnet hat, zur Folklore verkommt.

Ein Teil des Geldsegens wird ja ohnehin von der Inflation aufgefressen. Die Teuerung lag im Vorjahr im Schnitt bei 2,8 Prozent und sie wird nicht so schnell verschwinden. Da gibt es früher eine neue Regierung oder zumindest neue Minister. Bekanntlich inflationieren sich Politiker mittlerweile auch selbst gleich weg.

Nur eines wird nicht gelingen: Die Staatsschulden ebenfalls wegzuzaubern. Die werden nicht weginflationiert, sondern refinanziert. Und irgendwann, in absehbarer Zeit wird der Staat auch wieder Zinsen für seine Schulden zahlen müssen. Spätestens dann ist es vorbei mit: Ein paar Milliarden mehr. Was soll's?