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Immunität

Corona-positiv? Kärntner FPÖ-Abgeordnete darf nicht ausgeliefert werden

Symbolbild aus Vor-Corona-Zeiten: Blick in den Landtag-Sitzungssaal in Kärnten.
Symbolbild aus Vor-Corona-Zeiten: Blick in den Landtag-Sitzungssaal in Kärnten.(c) Gert Eggenberger, APA
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Die Freiheitliche soll im November wohl Corona-positiv an einer Landtagssitzung teilgenommen haben. Angeblich, weil sie zu spät darüber informiert wurde.

Die freiheitliche Landtagsabgeordnete, die im November wohl Corona-positiv an einer Landtagssitzung teilgenommen hat, darf vom Landtag nicht ausgeliefert werden. Die „Kleine Zeitung" berichtete am Mittwoch von diesem Ergebnis des Rechtsgutachtens von Werner Zögernitz, Rechtswissenschaftler vom Institut für Parlamentarismus und Demokratiefragen in Wien. Zögernitz bestätigte dies. Laut Andreas Scherwitzl (SPÖ) hat sich eine Auslieferung damit "vorerst erledigt".

Der SPÖ-Politiker ist Vorsitzender des zuständigen Ausschusses. Sollte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt einen neuen Auslieferungsantrag stellen, werde man sich damit befassen, aber vorerst habe sich die Causa erledigt, sagte er.

Teilnahme ist "Pflicht und Recht zugleich"

Zögernitz sieht in seinem Gutachten das Handeln der Abgeordneten in einem politischen Zusammenhang und damit dürfe sie nicht ausgeliefert werden. Aus strafrechtlicher Sicht sei die berufliche Immunität ein Strafausschließungsgrund. Scherwitzl sagte, seiner Auffassung nach hätte die Abgeordnete sogar Corona-positiv an der Sitzung teilnehmen können, denn die Teilnahme ist "Pflicht und Recht zugleich". Ansonsten könne eine Regierung theoretisch einfach alle Abgeordneten der Opposition in Quarantäne schicken.

Die Abgeordnete hatte im November, am Tag nach einer Landtagssitzung, bekanntgegeben, dass sie ein SMS erst an diesem Tag gelesen habe, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Sie sei daher wohl infiziert in die Sitzung gekommen. Ob das SMS wirklich vor der Landtagssitzung bei ihr eingelangt war, ließ sich bis zuletzt nicht klären, die Mandatarin erklärte nämlich, das SMS versehentlich gelöscht zu haben. Eine Woche nach der Sitzung waren drei weitere Abgeordnete positiv getestet worden.

(APA)