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Porträt

Der Krisenpolizist des Kanzlers

Michael Takács, 53, ist sozusagen der neue Christian Konrad (im Bild bei einem Medientermin im Frühjahr 2019).
Michael Takács, 53, ist sozusagen der neue Christian Konrad (im Bild bei einem Medientermin im Frühjahr 2019).(c) APA/GEORG HOCHMUTH
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Der neue Flüchtlingskoordinator, Michael Takács, gilt als Vertrauensmann von Karl Nehammer. Sein Vorgänger, Christian Konrad, traut ihm den Job zu, für die meisten NGOs ist er aber noch ein unbeschriebenes Blatt.

Derzeit ist Michael Takács hörbar erst dabei, sich zurechtzufinden. Er sei erst seit ein paar Stunden im Amt, musste der neue Flüchtlingskoordinator auf so manche Detailfrage im Ö1-Interview Montagmittag antworten. Vieles steht ja erst an: mit den NGOs, mit den Ländervertretern reden, die Zahlen sichten.

Erst vergangenen Sonntag wurde der Posten geschaffen und Takács vorgestellt. Nicht auf „Zuruf" des Wiener Bürgermeisters, wie man im Kanzleramt jedoch betont. Michael Ludwig hatte ja vergangene Woche laut über einen Koordinator, wie es ihn in der Flüchtlingskrise 2015/2016 gab, nachgedacht.

Als Besetzung hat Bundeskanzler Karl Nehammer einen alten Bekannten gewählt: Takács – seit 2009 im Innenministerium – war Nehammers stellvertretender Kabinettschef, als dieser noch Minister war. Der gelernte Polizist, der nach eigenen Angaben „immer schon Polizist" werden wollte, gilt als „Mann des Vertrauens" des Kanzlers. Und – wie manche mutmaßen: auch genau deshalb – als Kandidat für höhere Weihen: Der 53-jährige Generalmajor, der die Wiener Verkehrspolizei leitet, wird als Kandidat für einen weiteren neuen Posten gehandelt, der durch die BMI-Reform geschaffen wird. Er soll Bundespolizeidirektor werden. Seine ÖVP-Nähe ist übrigens kein Geheimnis: Takács sitzt für die ÖVP in Groß-Enzersdorf (Niederösterreich) im Gemeinderat.