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Morgenglosse

Ein Flüchtlingskoordinator, der nicht koordiniert

Vor dem Austria Center bilden sich lange Schlangen. Nun unternimmt ausgerechnet das Innenministerium etwas dagegen.

Österreichs Flüchtlingspolitik schien anfänglich ganz gut zu funktionieren. Doch mittlerweile ist Tag 33 des Ukrainekriegs angebrochen und schön langsam wird es unübersehbar, dass es nicht so glatt läuft. Das gilt insbesondere für die endlos langen Warteschlagen der ukrainischen Flüchtlinge vor dem Austria Center, wo sie sich registrieren müssen, um überhaupt wirklich in Österreich ankommen zu können. Es hapert vor allem an der Koordination zwischen Bund und Ländern – auch was die Umverteilung der Flüchtlinge betrifft.

Wäre nicht genau für solch eine Herkulesarbeit der neu einberufene Flüchtlingskoordinator Michael Takacs zuständig? Interessant ist auch, dass Takacs nicht im Innenministerium, sondern im Bundeskanzleramt angesiedelt ist. Immerhin „versucht“ jetzt das Innenministerium die Registrierung im Austria Center zu beschleunigen, hieß es am Wochenende. Und das, obwohl drei Tage zuvor das Innenministerium den Rückstau und die langen Wartezeiten im Gespräch mit der „Presse“ vehement bestritten hat: „Es fehlt weder an Koordination, noch geht es zu langsam.“

Wenn sich nun tatsächlich das Ressort von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) um die Behebung der Probleme kümmert, hätte diese Aufgabe dann nicht gleich er übernehmen können?